Damit sind wir durch, spät, aber doch. Ihnen noch einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Schauen wir auf die Tabelle! Es bleibt alles eng beisammen, aber die Austria nutzt die Punkteverluste von Salzburg und dem LASK, ist jetzt als Dritter nur mehr ein Pünktchen zurück. Rapid bleibt als Siebter unter dem Strich und bis zur Ligateilung sind es nur mehr drei Runden! Weiter gehts es für Violett am kommenden Samstag in Altach, Rapid empfängt zeitgleich den WAC.
Die Austria gewinnt das 348. Wiener Derby hochverdient mit 2:0. Fußballerisch war das heute nicht unter den besten 300 Derbys, aber Violett hatte vor der Pause ein paar gute Chancen herausgespielt und konnte zwei davon durch Eggestein und Ranftl nutzen. Eggestein war auch der Mann des Spiels, baute aber nach Wiederanpfiff deutlich ab. Insgesamt war der gesamte zweite Spielabschnitt nur Krampf und Gewürge mit dem Tiefpunkt des zwischenzeitlichen Spielabbruchs aufgrund der Pyrorandale aus dem Rapid-Block. Hameter und Co. brachten die Sache aber gut zu Ende, dennoch wird Rapid neben der verlorenen Punkte auch viel Geld verlieren, die Strafe wird nicht zu knapp ausfallen.
90.+4. | Es ist geschafft!
90.+2. | Es wird richtig Fußball gespielt. Aber bitte kommen Sie nicht auf die Idee, dass Rapid tatsächlich noch zwei Tore schießen könnte.
90.+1. | Es gibt vier Minuten Nachspielzeit. Ein Witz, aber wohl im Sinne aller Beteiligten.
90. | So, bald kann wieder ein Versuch gestartet werden. Probiert Rapid noch etwas auf dem Spielfeld? Oder lässt man die Nachspielzeit, die wir allerdings noch gar nicht kennen, einfach nur runterlaufen?
90. | Die Rapid-Fans entsorgen ihre mitgebrachten Feuerwerksvorräte, bei so viel Raketen in Richtung Eckfahne muss Hameter natürlich unterbrechen.
90. | Das Stadion leert sich, die Austria-Fans wollen ja heute Abend den Derbysieg noch ausgiebig feiern, das jetzt nicht unbedingt im Gefrierschrank Generali Arena. Wir warten natürlich brav darauf, dass auch die letzten Minuten noch abgespult werden.
90. | Was sagt die Nettospielzeit? Die ist bei für dieses Derby handelsüblichen wie minimalen 47 Minuten. Und die Teams sind jetzt tatsächlich zurück in die Kabinen gegangen.
90. | Und jetzt gehen die Teams sogar auf Anordnung von Hameter in die Kabinen. Darauf haben die Austria-Spieler überhaupt keine Lust. Und es wird intensiv diskutiert.
89. | Wir warten auf die Nachspielzeit. Die dürfte zwar üppig ausfallen, aber Rapid in der heutigen Verfassung auch nicht helfen.
87. | Die Ehre wird auch Boateng zuteil, der klatscht jetzt mit Kang-Hee Lee ab.
87. | Feierabend für Dragovic, somit darf sich gleich auch Handl Derbysieger nennen.
86. | Kara bringt einen Kopfball nach einer unpräzisen Haidara-Flanke nicht aufs Tor. Das war auch fast unmöglich.
83. | Tae-Seok Lee mit einem Einsteigen an der Seitenauslinie wie vorhin Nunoo. Natürlich auch Gelb.
82. | Mit Bolla geht der heute am wenigsten schlechte Rapid-Spieler aus dem Spiel. Haidara übernimmt.
80. | Die letzten zehn regulären Minuten brechen an. Werden die noch irgendwas anderes als Wechsel bringen? Es sieht überhaupt nicht danach aus.
77. | Zieht man das ganze Derby-Brimborium ab, dann ist das eigentlich ein richtig schlechtes Fußballspiel. Was der Feierlaune der Austria-Fans natürlich keinen Abbruch tut.
74. | Mit Ercan Kara holt sich auch gleich der nächste Einwechselspieler von Rapid eine Gelbe ab. Frustfouls sind aber keine Lösung.
73. | Nunoo steigt gleich mal rustikal gegen Ranftl ein. Völlig sinnfrei an der Seitenauslinie, Gelb ist da natürlich zwingend.
71. | Und Youngster Nunoo bekommt auch wieder ein paar Minuten, Amane hat fertig.
71. | Bei Rapid wird Matthias Seidl durch Kara ersetzt.
69. | Und gleich wird auch gewechselt. Allerdings wohl erst einmal wieder bei Rapid.
68. | Die Minuten verstreichen, irgendwie sieht das auf dem Platz im Moment nur wie ein Warten auf Auswechslungen aus. Allerdings auf beiden Seiten, der vor der Pause überragende Eggestein scheint auch etwas angeschlagen zu sein, läuft nicht mehr rund.
65. | Die Austria kontrolliert weiter Ball und Gegner. Und die Rapid-Ersatzspieler wärmen sich weiter auf.
62. | Erster Wechsel bei der Austria, Maybach kommt für Saljic rein.
61. | Bolla, der einzige Rapidler in Normalform, setzt ein Zeichen. Starke Ballbehandlung vor dem Strafraum, auch der Flachschuss ins linke Eck hätte gepasst. Aber Sahin-Radlinger ist zur Stelle, besteht seine erste Prüfung nach rund einer Stunde.
58. | Saljic will gegen Ahoussou einen Freistoß schinden, aber das war eine Schwalbe. Alles richtig gesehen von Hameter und seinem Linienrichter.
55. | Und in den Zweikämpfen ist man regelmäßig einen Schritt zu spät. So wie Grgic gegen Ranftl, für dieses Foul im Mittelfeld zückt Hameter jetzt doch die erste Gelbe.
53. | Falls Rapid nach der Pause ein Ausrufezeichen setzen wollte, dann ist das gründlich missglückt. Die Gäste kommen in dieser Anfangsphase kaum aus der eigenen Hälfte.
50. | Auch der erste Torschuss nach Wiederanpfiff gehört den Violetten. KH Lee schnappt sich einen freiliegenden Ball 18 Meter vor dem Tor und zielt links vorbei.
49. | Der eisige Wind in Wien-Favoriten hat auch sein Gutes. Die Rauchschwaden sind schnell aus dem Stadion geblasen und es kann weitergehen.
48. | Kurze Unterbrechung, aktuell ist der Pyronebel zu stark. Vor allem ist so kein VAR möglich.
47. | Bei der Austria hat Helm natürlich nichts geändert.
46. | Das bleibt der einzige Rapid-Wechsel, das überrascht mich doch. Wie auch immer, weiter gehts.
46. | Und gleich noch eine Korrektur, der Demir auf der Bank, das ist nicht Rückkehrer Yusuf, sondern sein jüngerer Bruder Furkan. Rein kommt aber Börkeeiet für den schwachen Gulliksen.
Halbzeit | Gut, die Wurmbrand-Szene war jetzt doch zu sehen. Schuss links im Strafraum, deutlich drüber, aber ja, das war eine Torchance. Der xG-Wert von 0,04 scheint mir angemessen, aber es soll ja nichts unter den Tisch fallen.
Halbzeit | Der Halbzeitstand geht so in Ordnung. Die Austria hat alles andere als ein Feuerwerk abgebrannt, aber eine solide Leistung gezeigt und gelegentliche Abschlüsse verzeichnet. Meistens dank Schnitzer der weiterhin ziemlich indisponierten Hütteldorfer, die ihrerseits auf einen einzigen Abschlussversuch kommen. Sie fragen mich, was das für einer war? Keine Ahnung, aber der Computer sagt Wurmbrand in der 36. Minute. Bin mir nicht sicher, ob der Rapidler davon weiß, bei den Höhepunkten dieser Halbzeit wird die Szene anders als die beiden Treffer von Mann des Spiels Eggestein und Ranftl sicherlich nicht zu sehen sein.
45.+4. | Sind vorbei. 2:0 für Violett zur Pause.
45.+1. | Drei Minuten Nachspielzeit.
45. | Liegt daran, dass Rapid sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen ein wenig in Depression verfallen ist. Was nun auch nicht verwunderlich ist, es geht nach der Winterpause genauso weiter, wie es vor Weihnachten geendet hat.
43. | Höhnischer Applaus des violetten Publikums für einen Fehlpass von Bolla. Und Dragovic stachelt das Heimpublikum weiter auf, aber richtige Derbyatmosphäre gibt es derzeit eigentlich noch nicht.
40. | Wir nähern uns schon der Halbzeitpause. Kein hochklassiges Spiel, aber ein doch kurzweiliges. Auf der Rapid-Bank werden sicherlich schon intensive Umstellungen in der Pause diskutiert.
37. | Die Aufgabe für Rapid ist nun also im Herkulesbereich angekommen. Und die Austria ist in der Blitztabelle bis auf ein Pünktchen an den Salzburg und den LASK herangekommen.
34. | Tooooor! FK AUSTRIA - SK Rapid 2:0. Das geht viel zu einfach. Viel, viel zu einfach. Eggestein behauptet bei einem Konter den Ball, spielt rechts in den Strafraum, dort hat Ranftl viel Platz, weil Raux-You und Ahoussou viel zu behäbig agieren. So kann Ranftl ohne Druck ins lange Eck einschieben, der Schuss ist nicht scharf, aber präzise genug, um Hedl keine Chance zu lassen.
32. | Dann kontert die Austria mit dem omnipräsenten Eggestein, diesmal wieder links. Flanke zur Mitte, Ranftl kommt angerauscht und bugsiert das Leder rechts am Kasten von Hedl vorbei.
30. | Alles bei den Grün-Weißen läuft über Bolla und die rechte Seite. Auf der anderen ist Weimann überhaupt noch nicht im Spiel. Hier sollte erwähnt werden, dass Yusuf Demir auf der Rapid-Bank sitzt und laut Trainer Thorup auch matchfit ist.
27. | Rapid sucht eine Antwort, aber das Verteidigen einer Führung ist die große Stärke der Violetten. Frag nach in Salzburg oder Graz.
24. | Endlich gehts weiter und Plavotic köpft Bollas langerwartete Hereingabe aus der Gefahrenzone.
23. | Jetzt Eckball auf der anderen Seite. Bolla steht bereit, aber in der Mitte gibt es erst einmal eine Rudelbildung. TS Lee und Ahoussou werden von Hameter zur Privataudienz gebeten, aber es gibt keine Karten.
22. | Die kurz gespielte Ecke wird aber auch bei Elf gegen Elf gefährlich. Wiesinger kommt im Fünfer zum Kopfball, kann seinen Aufsetzer aber nicht richtig platzieren.
21. | Und das gewährt ihm Hameter auch, Grgic für den verletzten Pechvogel Ndzie auf dem Platz.
20. | Hektische Betriebsamkeit auf der Rapid-Bank, Grgic will unbedingt vor einer Austria-Ecke auf das Feld.
18. | Rapids Ndzie ist angeschlagen, das sieht sogar so aus, als könnte er gar nicht weitermachen.
15. | Tooooor! FK AUSTRIA - SK Rapid 1:0. Aber dann ist Eggestein rechts im Strafraum zur Stelle. Amane klärt eine Hereingabe von Fischer ganz schlecht, nämlich genau zum Deutschen. Und der schließt sofort ins kurze Eck ab, keine Chance für Hedl.
14. | Eggestein führt selbst aus, schießt aber nicht direkt. Er sucht den langen Plavotic am zweiten Pfosten, der aber von Ahoussou bedrängt nicht kontrolliert zum Kopfball kommt.
13. | Beide Teams bleiben sehr vorsichtig. Und das Spiel bleibt so erst einmal ein Geduldsspiel. Wer macht den ersten Fehler? Jetzt vielleicht Ndzie, der links vor dem eigenen Sechzehner gegen Eggestein einen Freistoß verursacht.
10. | Wurmbrand hätte gerne einen Freistoß aus vielversprechenden 18 Metern. Plavotic hat ihm da auch recht eindeutig ein Bein gestellt, aber die Pfeife von Hameter bleibt stumm. Und der VAR würde sich ja nur einmischen, wenn das vermeintliche Foul zwei Meter näher zum Tor der Austria passiert wäre.
7. | Beide Teams natürlich sehr zweikampffreudig, aber die Passquoten passen noch nicht. Das kommt jetzt freilich alles andere als überraschend, so ging es noch in praktisch jedem Derby der Neuzeit los.
4. | Aber auf der anderen Seite wird es deutlich gefährlicher. TS Lee nimmt links am Strafraum den Kopf hoch, spielt an den Fünfer zu Saljic. Der lenkt den Ball auf das Rapid-Tor, dort kann sich Hedl erstmals auszeichnen.
3. | Den ersten offensiven Akzent setzen die Gäste. Wurmbrand verpasst links im Strafraum eine vielversprechende Hereingabe.
1. | Alles Walzer! Allerdings bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.
vor Beginn | Blicken wir noch schnell auf die Spielleitung. Und hier sehen wir brandaktuell Hauptschiedsrichter Markus Hameter die beiden Teams auf das Feld der Ehre führen. Der VAR- Hauptverantwortliche heißt Christopher Jäger, seit Einführung des VAR hatte der in einem Wiener Derby immer viel zu tun. Das wird heute nichts anders sein, diese eine Prognose wage ich dann doch.
vor Beginn | Erstmals seit September 2024 sind wieder Gästefans erlaubt, aber der Heimvorteil ist im Derby ohnehin kein nennenswerter Faktor, hier geht es mehr um die Derbystimmung, die ohne Anhänger der Gastmannschaft natürlich gelitten hat. Vier der letzten sechs Wiener Derbys gingen an den Rekordmeister, vor allem die beiden in der Meistergruppe 2025, diese Pleiten kosteten Violett den Titel, das muss man ganz klar so sagen.
vor Beginn | Und die Austria? Die verpatzte den Saisonauftakt, gewann dann aber das Auswärtsderby mit 3:1, ähnlich wie beim Sieg in Salzburg dank eines Abubakr Barry in absoluter Galaform. Einmal mehr Genie und Wahnsinn beim Gambier, der nämlich auch das zwischenzeitliche 1:1 mit einem tollpatschigen Elferfoul gegen Wurmbrand verursachte. Natürlich wird der wertvollste Austrianer im Kader heute auch eine Schlüsselfigur für den Ausgang der Partie sein.
vor Beginn | Ja, der letzte volle Erfolg Rapids war der Heimsieg gegen Sturm am 2. November 2025! Da war die Welt noch in Ordnung, dann kostete die Serie katastrophale Auftritte Peter Stöger den Trainerjob, auch unter Interimstrainer Kulovits ging fast alles schief und auch die ersten beiden Spiele unter Johannes Hoff Thorup waren mit dem Cup-Aus in Ried und dem Heimremis gegen Hartberg enttäuschend. Violett hingegen beendete das alte Jahr mit einem Sieg gegen Sturm und startete ins neue mit einem Dreier in Salzburg.
vor Beginn | Das 348. Wiener Derby steht an, ein eisernes Gesetz gilt zumindest in diesem Jahrtausend: Es gibt keinen Favoriten und die Ausgangslage ist komplett egal. Nirgendwo gilt die Regel von den eigenen Gesetzen eines Derbys mehr als hier, dementsprechend ist es völlig egal, dass die Austria besser in Form ist und die Grün-Weißen die letzten elf (!) Pflichtspiele nicht gewonnen haben.
vor Beginn | Eine Baustelle bei den Hütteldorfern ist die Rechtsverteidigerposition, umso größer die Freude von Thorup, dass er erstmals wieder auf Jannes Horn zurückgreifen kann. Erst einmal sitzt der Deutsche auf der Bank, Ahoussou beginnt. Eine Änderung gibt es aber doch, diese betrifft das defensive Mittelfeld mit Ndzie anstelle von Grgic (Bank).
vor Beginn | Und so geht Rapid die Sache an: Hedl - Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Ahoussou - Ndzie, Amane, Gulliksen - Seidl, Weimann, Wurmbrand.
vor Beginn | Nach einem 2:0 in Salzburg hält sich der Änderungsbedarf natürlich in Grenzen. Stephan Helm sieht das genauso, bringt nur den erfahrenen Wiesinger für den jungen Maybach, um die Defensive noch mehr zu stabilisieren.
vor Beginn | Los geht es mit der violetten Startformation: Sahin-Radlinger - Wiesinger, Dragovic, Plavotic - Ranftl, K.-H. Lee, Barry, T.-S. Lee - Fischer, Saljic - Eggestein.
vor Beginn | Herzlich willkommen in der ADMIRAL Bundesliga zur Begegnung des 19. Spieltages zwischen Austria Wien und Rapid Wien.