15.14 Uhr, wir machen hier dann auch mal Schluss. Das wars also an dieser Stelle, vielen Dank für das Interesse und bis heute Abend, wenn Schalke gegen Greuther Fürth spielt.
Ein Big Moment auch für Kaiserslautern, allerdings in negativer Hinsicht. Wieder mal geht ein direktes Duell gegen einen Aufstiegskandidaten verloren. Rang 3 ist jetzt acht Punkte entfernt. So viel Saison ist nicht mehr. Als Sechster stehen die Roten Teufel derzeit da. Nächste Woche geht es zum VfL Bochum.
Was unterm Strich in erster Linie bleibt: Nach Hertha BSC gewinnt der SC Paderborn auch das Sechspunktespiel gegen Kaiserslautern und entfernt die Pfälzer auf neun Zähler. Und nicht nur das: Für den Moment springen die Ostwestfalen sogar an die Tabellenspitze. Nur Schalke, am Abend in Fürth im Einsatz, kann sie von dort noch verdrängen. Was für ein Big Moment für den SCP in dieser Saison, der nächste Woche gegen Braunschweig spielt.
Leute, was für ein Marathon. Paderborn muss hinten raus nochmal zittern, jubelt aber am Ende über einen verdienten Sieg nach einem Spiel, dessen Geschichten Stoff für einen Dreiteiler bieten. Alles fing an mit einem Elfmeter, der Kaiserslautern verwehrt blieb. Es ging über zahlreiche SCP-Chancen bis zu einem traumhaften Freistoß zum Platzverweis von Lieberknecht bis hin zu einem offenen Fight im zweiten Durchgang. Kaiserslautern bewies Moral, war aber durchweg nicht so gut und gefährlich wie Paderborn. Und am Ende gabs dann auch noch Drama pur.
90.+13. | Also wieder Kleinhansl. Krahl ist natürlich vorne dabei. Curda klärt die schwache Flanke, dann nochmal die Bogenlampe in den Strafraum. Wo Seimen bei seiner Klärung gefoult wird. Und DANN, ja dann pfeift der Schiedsrichter dieses Spiel tatsächlich ab.
90.+12. | Kleinhansl hebt den Ball rein, am langen Pfosten kommt Sirch ran. Geblockt. Ecke, auch die lässt Exner noch ausführen.
90.+11. | In der 90.+11 Minute foult Curda nahe der linken Außenlinie, holt sich dafür sogar nochmal Gelb ab. Freistoß Lautern. Sechs Minuten Nachspielzeit waren angezeigt.
90.+10. | Sticker lässt das 3:1 liegen. Gut vorbereitet von Okpala mit einem Tempodribbling von der linken Seite nach innen, dann schiebt er den Ball nach links zu Sticker. Der scheitert mit seinem unpräzisen freien Abschluss aus der Halbposition an Krahl.
90.+8. | Tooooor! 1. FC KAISERSLAUTERN - SC Paderborn 1:2. Ein Chaostor lässt nochmal Hoffnung aufkeimen. Berisha macht sechs Meter vor dem Gehäuse einen Ball gut fest, rackert, wuselt, arbeitet. Paderborn kommt nicht ran, Emreli bleibt hängen, Götze grätscht den Ball vor die Füße von Redondo. Und der schießt flach ins rechte Eck.
90.+7. | Sticker kommt beim SCP für Baur.
90.+6. | Die Ränge leeren sich, das Spiel ist entschieden. Bleibt nur noch die Frage: Wie lang gehts noch?
90.+5. | Tooooor! 1. FC Kaiserslautern - SC PADERBORN 0:2. Fast fünf Minuten liegen zwischen Elfmeterpfiff und Elfmeterfreigabe. Dann rennt Bilbija an. Und feuert die Kugel unerreichbar links unters Tordach. Einer dieser Elfer: Besser gehts nicht.
90.+3. | Frage Nummer eins: Hat Okpala den Ball vor dem Foul strafbar mit der Hand gespielt? Als er kurz fiel, rollte ihm die Kugel an beide Unterarme. Frage Nummer zwei: Ist es wirklich ein Foul von Kunze? Exner lässt sich Zeit. Und beantwortet dann die erste Frage mit nein und die zweite mit ja. Die Entscheidung bleibt bestehen.
90.+2. | Sechs Minuten Nachspielzeit angezeigt, können wir uns schenken, das wird noch unvorhersehbar lang weitergehen. Denn jetzt wird erstmal etwas gecheckt, Exner wird in die Reviewarea geschickt.
90. | Bassette meckert und sieht Gelb.
89. | Elfmeter für Paderborn! Obermair spielt einen schönen Ball von links an der Mittellinie in die Spitze, genau zwischen zwei Verteidiger, wo Okpala ran kommt und aufs Tor zustürmen könnte. Wenn er nicht wegrutschen würden. Okpala droht also diese Szene zu vertändeln, rappelt sich aber auf, schirmt gegen Kunze den Ball ab, legt ab für Bilbija. Und bekommt dabei die Stollen von Kunze auf den Spann gedrückt. Als die Ablage für Bilbija versandet, zeigt Exner auf den Punkt.
86. | Berisha mit dem Schuss aus zentralen 20 Metern, geblockt, vor den Fuß von Redondo, halblinke Position im Strafraum, geblockt. Nur einen einzigen Schuss haben die Gastgeber bislang aufs Tor von Seimen bekommen.
84. | Bilbija grätscht im Mittelfeld von hinten gegen Skyttä und sieht dafür die Gelbe Karte.
83. | Denn wir dürfen nicht außer Acht lassen, dass wir längst in der Schlussphase angekommen sind. Noch immer steht dieses Spiel auf der verdienten, aber wackeligen 1:0-Führung der Gäste. Wir können uns nicht vorstellen, dass es dabei bleibt. Wir setzen 51 Prozent auf 2:0 und 49 Prozent auf 1:1.
81. | Tigges macht es Marino gleich. Erarbeitet sich eine richtig gute Schusschance, indem er sich zentral am Strafraumeingang am wegrutschenden Robinson vorbeistiehlt, dann aber mit seinem Abschluss aus 15 Metern an Redondo hängen bleibt, der noch gerade so den Fuß reingestellt bekommt. Eine immens wichtige Rettungsaktion, die das Spiel spannend hält.
79. | Erster Einsatz von Tigges, der sich links im Strafraum robust gegen Sirch durchsetzt und von der Grundlinie ins Zentrum zu Bilbija gibt. Der wird von einem Gegenspieler und Keeper Krahl genervt und bekommt den Ball im Fünfer nicht über die Linie gestochert.
77. | Zudem kommt Hansen für Castaneda bei den Gästen.
76. | Beim SC Paderborn beendet der gute, aber unglückliche Marino seinen Arbeitstag. Tigges kommt rein.
76. | Außerdem ist Asta neu dabei und soll neuen Schwung über die Schiene bringen, den Joly nach seinem unermüdlichen Einsatz etwas verloren hat.
76. | Und Winterneuzugang Berisha spielt für Mittelfeldmann Sahin.
76. | Kaiserslautern klappt das Visier hoch und bringt zwei neue Offensivspieler: Redondo kommt für Abwehrmann Kim.
75. | Zwölf Minuten sind seit dem letzten Torabschluss vergangen. Das ist ungewohnt. Die Ruhe vor dem Sturm?
73. | Einzig, dass es nur 0:1 steht, passt nicht so richtig ins Bild dieser ereignisreichen Partie. Paderborn hätte schon mehr Tore erzielen müssen, gleichzeitig gestaltet Kaiserslautern den zweiten Durchgang wesentlich offener. Die Moral stimmt. Die Torgefahr nicht: Fünf Abschlüsse und 0,13 xGoals sind dünn.
70. | Das ist ein echt kompliziertes Spiel. Es gibt so viele kleine Szenen, die gar nicht richtig aufgegriffen werden können, die in verschiedene Richtungen gehen könnten. Dazu diese Hülle und Fülle an Torchancen, ein volles Stadion, strittige und schwierige Schiedsrichterentscheidungen, die wichtige Ausgangslage. Schon jetzt gibt es jede Menge nachzuarbeiten für beide Teams und alle Beobachter.
67. | Die Teams stacheln sich gerade im Auslassen bester Möglichkeiten hoch. Jetzt steht Bassette vogelfrei vor Seimen, schiebt den Ball aber am Tor vorbei. Den Stockfehler von Scheller, der einen langen Schlag von Krahl nicht sauber annehmen konnte, kann er so nicht bestrafen. Der Abseitspfiff danach ist strittig, das wäre etwas für den VAR gewesen. Ergo: Das MUSS zumindest der theoretische Ausgleich sein.
65. | Außerdem reicht es beim besten Paderborner Torschützen für eine halbe Stunde Einsatzzeit: Bilbija kommt für den guten Müller.
65. | Die ersten zwei Wechsel beim SC Paderborn: Okpala kommt für Bätzner.
64. | Damit steht Marino jetzt schon bei sechs Abschlüssen und 0,97 xGoals. Aber bei keinem Tor. Der wird nicht so gut schlafen heute.
63. | Marino verzweifelt an sich selbst, hier kommt das nächste Ding: Ballverlust Lautern in der Vorwärtsbewegung, dann der lange Flugball zu Marino, der links im Halbfeld nur noch Kim vor sich hat. Der kann Marino auf dem Weg nach innen nicht halten. Doch der Stürmer schießt aus 13 Metern rechts am Tor vorbei.
61. | Und gleich nochmal Marino. Müller steckt für Bätzner durch, der legt vor der Grundlinie quer. Und Marino wird noch von Kim entscheidend am Abschluss gehindert, sodass der am ersten Pfosten vorbeigeht. Auch das war eine gute Chance.
59. | Marino macht eigentlich ein echt gutes Spiel. Ist stets gefährlich und aktiv. Doch so langsam muss er sein Tor erzielen. Jetzt lässt er den Hochkaräter aus: Müller bedient ihn aus dem Zentrum heraus halbrechts im Strafraum optimal mit einem Schnittstellenpass, der Abschluss mit dem flachen Ball ins rechte Eck frei vor Krahl ist geebnet. Doch er schiebt die Kugel einen Meter am Tor vorbei.
57. | Die nächste Gelbe gleich hinterher. Oder? Sirch gewinnt das Kopfballduell an der Mittellinie, Skyttä übernimmt im Zentrum, will den Angriff aufziehen, Brackelmann kommt und stellt das Bein ohne Chance auf den Ball rein. Skyttä beklagt da nicht zu Unrecht, dass Brackelmann nicht persönlich bestraft wird.
56. | Erstaunlich, dass dieses emotionale Duell bislang ohne Verwarnung auf dem Platz ausgekommen ist. Das ist jetzt vorüber: Scheller mit der seitlichen Grätsche gegen Emreli im Mittelfeld. Dafür zückt Exner eine vertretbare Gelbe.
54. | Aber viel Zeit für solche Abschweifungen haben wir gar nicht, denn auch die zweite Halbzeit geht hier ähnlich energisch und anspruchsvoll los, wie die erste aufgehört hat. Mit jetzt angestachelten Roten Teufeln, die wirken, als wollten und konnten sie in Sachen Leidenschaft, Einsatz und Energie hochschalten.
52. | Wir haben jetzt nochmal über den Gefühlsausbruch des eigentlich stets fairen und umgänglichen Lieberknecht nachgedacht. Womöglich ging es Lauterns Trainer dabei vor allem um die Freistoßentscheidung. Das Foul an Marino würde wohl nicht immer gegeben, der hat da auch gut das Bein ausgefahren. Und dass daraus dann auch noch so ein Gegentor resultiert, erzürnt selbst einen erfahrenen Fachmann wie Lieberknecht.
50. | Schöner Lauf von Obermair im linken Halbfeld, dann der Ball ins Zentrum. Dort stoppt Castaneda umsichtig für Marino, der steht nämlich im Gegenteil zu ihm mit dem Gesicht zum Tor und kann direkt schießen. Direkt auf Krahl. Den muss Paderborns Stürmer besser setzen.
48. | Und wie das losgeht. Kaiserslautern mit einer Topchance. Sirch mit der guten Halbfeldflanke von rechts. Am langen Pfosten stellt Bassette die Kugel scharf und legt per Kopf quer ins Zentrum. Dort fehlt Joly ein halber Meter an Höhe, um den Ball mit der Innenseite über die Linie zu drücken. Vielleicht wäre der Kopf die bessere Option gewesen.
46. | Dann gehts weiter.
46. | Außerdem neu bei Kaiserslautern: Robinson für Chernev.
46. | Zwei Wechsel, bevor es weitergeht: Der erfahrene Emreli kommt für den Startelfdebütanten Gibs.
Halbzeit | Interessant wird es jetzt, wie Kaiserslautern mit dieser Halbzeitpause umgeht: Lieberknecht wird sich seine Ansprache schon zurechtgelegt haben, ist jetzt aber des Feldes verwiesen und darf eigentlich nicht in die Kabine. Dabei brauchen die Roten Teufel unbedingt eine Neuausrichtung. Unterm Strich halten wir fest: Hier ist richtig viel drin. Dranbleiben lohnt sich.
Halbzeit | In der letzten Sekunde belohnt sich Paderborn noch für eine starke erste Halbzeit, den Freistoßkracher von Brackelmann werden wir in jeder Spieltagszusammenfassung sehen, ein fantastischer Treffer. Bis dahin waren die Gäste die durchweg gefährlichere und bessere Mannschaft. Einzig zu Beginn musste eine Szene mit Glück überstanden werden, als Exner sich gegen einen Elfmeter für Bassette entschied. Das war strittig. Vielleicht war Lieberknecht auch deshalb nach Abpfiff so sauer, als er sich innerhalb Sekunden die Ampelkarte abholte.
45.+10. | Die Partie befindet sich also schon in der Halbzeit, hat aber NOCH einen Aufreger: Lieberknecht schimpft und kriegt sich nicht mehr ein. Auch Krahl hat irgendetwas an dem Freistoß auszusetzen, wir können uns nicht erklären, was genau. Lieberknecht kriegt sich auch nach seiner Gelben nicht wieder ein - und Exner verweist ihn mit der Ampelkarte aus dem Innenraum.
45.+9. | Das Spiel wird nicht wieder angepfiffen.
45.+7. | Tooooooor! 1. FC Kaiserslautern - SC PADERBORN 0:1. Dann darf Brackelmann anlaufen. Und er zimmert die Kugel aus halbrechter Position schnurstracks durch die sich auflösende Mauer seiner Kollegen in den linken Winkel. Was für ein Geschoss, was für ein Tor!
45.+6. | Zwei Mauern vor Krahl, eine rote, eine weiße. Exner muss nochmal schlichten und Regelkunde aufwenden, das dauert alles.
45.+5. | Gerade wollen wir uns in die Halbzeit verabschieden. Da wird Marino nur einen halben Meter vor der Strafraumgrenze von Chernev gefoult. Weniger als ein halber Meter, wie die TV-Wiederholung zeigt. Da fehlen Zentimeter zum Elfmeter. Aber auch der Freistoß ist nochmal hochinteressant.
45.+3. | Die folgende Ecke von Kleinhansl kann Paderborn abwehren. Die wenigen Standards spielen in dieser ersten Hälfte noch keine große Rolle.
45.+2. | Und die eröffnet Kaiserslautern nochmal einen Vorstoß. Gibs sichert den Ball im Mittelfeld und stiefelt aus der Zentrale los, legt raus für den offensivfreudigen Joly. Der spielt wieder so einen scharfen flachen Pass in die Mitte. Bassette verpasst knapp, weil ein Verteidiger neben den langen Pfosten zur Ecke spielen kann.
45. | Aber wir haben die Nachspielzeit vernachlässigt. Die beträgt aufgrund mehrerer Verletzungspausen nämlich satte fünf Minuten.
44. | Mehr als das 0:0 wird es aber offenbar nicht. Die zweite Hälfte trudelt etwas aus.
41. | Aus diesen Chancen und saugefährlichen Ansätzen muss Paderborn viel mehr machen als ein 0:0. Das bilden die xGoals (0,5) gar nicht richtig ab. Da werden Ansätze und verpasste Gelegenheiten schließlich nicht einberechnet.
39. | Wenig später landet ein Befreiungsschlag eher zufällig in der rechten Halbspur bei Müller, da ist Kaiserslauterns Abwehrkette überrascht, überrumpelt und unsortiert. Müller muss nur querlegen, dann läuft Bätzner frei auf Krahl zu. Aber wir müssen in den Konjunktiv wechseln: Bätzner liefe frei auf Krahl zu, würde er nicht ins Straucheln geraten. Am Ende will er an Krahl vorbeiziehen, der wischt ihm aber die Kugel sauber vom Spann. Chance vertan.
37. | Die Schlagzahl erhöht sich. Curda und Müller erarbeiten sich im rechten Halbfeld die Kugel und kriegen Scheller halbrechts eingesetzt, der gibt ins Zentrum zu Marino. Der hat ein paar Probleme mit der Ballannahme, verzögert dann nochmal gegen den Block von Kim. Und schießt aus nur acht Metern drei Meter drüber. Das war die bislang dickste Chance im Spiel.
35. | Auf der anderen Seite gewinnt Sirch hoch den Ball, nachdem er ihn selbst verloren hat, so kommt Joly zum Flankenlauf und einer scharfen, flachen Hereingabe Richtung Bassette, die Götze zur Ecke grätscht. Die schlägt Skyttä, sobald es der starke Wind zulässt, von der rechten Seite. Und der Ball fliegt im Bogen geradewegs an die Latte! Was für ein krummes Ding. Seimen hat da ganz schön Glück.
34. | Der nächste Abschluss der Partie kommt von Brackelmann, der es vom linken Strafraumeck versucht, aber direkt auf Krahl schießt. Das ist nicht so gefährlich.
32. | Damit haben wir nun also auch den ersten Torschuss der Gastgeber auf dem Zettel stehen. Ein Langweiler ist das hier wirklich nicht. Der war auch wirklich nicht zu erwarten. Einschalten lohnt sich.
30. | Was kann einen solchen Eindruck ad absurdum führen? Na klar, individuelle Fehler. Einen solchen begeht Scheller auf der rechten Abwehrseite. Gibs presst in seine verunglückte Ballannahme hinein und schickt unter Bedrängnis Bassette links in den Strafraum. Der schießt aus spitzem Winkel, aber genau auf Seimen, der den Ball im Nachfassen sichert.
29. | Nach einer halben Stunde bleibt der Eindruck hängen, dass Paderborn die klar bessere Mannschaft stellt. Das ist reifer, stabiler, gefährlicher. Kaiserslautern kommt überhaupt nicht ins Angriffsdrittel. Und bietet hinten immer wieder was an.
27. | Das hat ordentlich gekracht. Krahl ist ein echt stabiler Vollathlet, braucht aber mehr als zwei Minuten, um sich zu berappeln. Marino hat ihn am Oberkörper erwischt. Er entschuldigt sich, als Krahl wieder steht. Und das Spiel kann wieder aufgenommen werden.
25. | Und weiter die Ostwestfalen: Nach einem Einwurf der Pfälzer auf der rechten Seite macht Paderborn Druck und gewinnt den Ball, der im Fuß von Castaneda landet. Marino hat die bessere Position, um loszustürmen, übernimmt, rennt in den Strafraum, einfach so an Sirch vorbei. Sirch kommt gerade recht, um noch entscheidend zu stören, es kommt zum Zusammenstoß zwischen Joly, Marino und vor allem Krahl, der was abbekommt. Dass Bätzner dann mit seinem Nachschuss auf der Linie am Kim scheitert, ist dadurch nichtig.
22. | Was Paderborn nach vorne bringt, ist gefährlicher. Bätzner bleibt zwar links vor der Grundlinie, schon im Strafraum, am Ende an Sirch hängen. Setzt aber so nach, dass Sirch seinen Befreiungsschlag versemmelt. Der landet bei Brackelmann. Und dessen Schuss aus spitzem Winkel geht nur einen Meter am linken Pfosten vorbei.
19. | Kaiserslautern legt eine Anfangsphase ohne Torschuss hin. Daran ändert auch eine Hereingabe von Joly von der rechten Seite nichts. Die ist zu hoch für Gibs im Strafraum. Paderborn tut sich etwas schwer, den Ball zu klären. Am Ende greift aber Seimen zu.
16. | Spätestens jetzt haben wir aber unsere Tendenz: Paderborn ist die gefährlichere Mannschaft. Der auffällige Baur gewinnt einen zweiten Ball, der dann Marino vor den Fuß springt. Der dreht sich 25 Meter vor dem Tor auf, geht fünf Meter und schießt mit der Innenseite nur ganz knapp rechts vorbei. Da wäre Krahl nicht herangekommen. Womöglich war der Schuss noch abgefälscht, einen Eckball gibt es aber nicht.
14. | Götze kommt zurück, der blaue Fleck am Schienbein ist ihm garantiert. Und dieser Großchance wird er auch noch etwas hinterhertrauern. Ein halber Meter bestand nur zwischen Ball und Torlinie. Krahl war aufgrund der gefährlichen Kopfballverlängerung aus dem Spiel.
13. | Und die hat es in sich! Curda verlängert die tornahe Hereingabe am ersten Pfosten. Und hinter dem zweiten verpasst es Götze gegen Sahin haarscharf, die Kugel über die Linie zu drücken. Paderborns Kapitän trifft da sogar den Außenpfosten. Und prallt dann schmerzhaft gegen selbigen.
12. | Noch lässt sich keine Spielrichtung herausarbeiten. Paderborn spielt sich jetzt aber erstmals ein bisschen in der Lauterer Hälfte fest. Einen Freistoß von Baur aus dem linken Halbfeld bekommt Kaiserslautern noch verteidigt, die Ecke folgt aber sogleich.
9. | Baur lässt links im Strafraum Gibs nicht vorbei, der mit seinem ersten Dribbling in der 2. Liga hängen bleibt. Und dass Baur dann seinen herausgeholten Abstoß feiert wie einen eigenen Treffer, in der neunten Spielminute, beweist ganz gut, wie wichtig und feurig diese Angelegenheit hier heute ist.
7. | Es kommt nichts vom VAR. Das Duell zwischen Bassette und Götze wird wohl als gemeinsames Gerangel gewertet, auch Bassette hatte da seinen Arm um den Gegenspieler. Aber da hat Paderborn echt Glück. Hätte der Feldschiedsrichter auf den Punkt gezeigt, der Strafstoß wäre wohl nicht zurückgenommen worden.
6. | Hui, das ist kniffelig. Kaiserslautern gewinnt am eigenen Strafraum den Ball, dann geht die Post ab: Joly rennt an und schickt Bassette mit einem steilen Pass rechts in den Strafraum. Bassette ist irre schnell, viel schneller als Götze, hat den Vorsprung. Schlägt dann den Haken in entgegengesetzte Richtung. Und wird von Götze umgerannt. Exner zeigt nicht auf den Punkt. Kommt da noch was vom VAR? Das Spiel läuft ohne Unterbrechung weiter.
4. | Kaiserslautern ist das zweitstärkste Heimteam, hat 26 der 38 Punkte am Betzenberg gesammelt. Paderborn ist das viertstärkste Auswärtsteam, nur Elversberg, Hannover und Schalke waren in der Fremde erfolgreicher. Prognose: Wir dürfen uns auf ein offenes und unvorhersehbares Duell freuen.
2. | Keine Minute ist das Spiel alt, da prallen Müller und Chernev am Lauterer Strafraumeingang mit den Köpfen zusammen. Sofort wird das Spiel unterbrochen. Müller hats gut überstanden, Chernev braucht eine Behandlung. Wird aber gleich weitermachen können.
1. | Gestern wurde in Dresden viel über die Erfahrung oder angeblich fehlende Erfahrung des Schiedsrichters diskutiert. Hier und heute, beim nicht minder wichtigen Spiel, ist Florian Exner verantwortlich, es ist sein 32. Zeitligaspiel. Und es beginnt: jetzt.
vor Beginn | Das nächste Problem daran aus FCK-Sicht: Seit der Saison 2022/23 gewann der SC Paderborn fünf der sieben Zweitligaduelle gegen Kaiserslautern bei nur zwei Niederlagen. Gegen keinen anderen Verein war der SCP in diesem Zeitraum erfolgreicher. Und der FCK verlor in diesem Zeitraum gegen keinen anderen Verein so viele Spiele.
vor Beginn | Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass diese Position wiederhergestellt werden musste, weil es gegen die Topteams der Liga bislang eben nicht reichte. Vor den zwei Siegen gab es ein Remis gegen Schalke und zwei Niederlagen gegen Elversberg und Darmstadt. Auch das Hinspiel gegen Elversberg ging verloren, genauso wie das Hinspiel gegen den heutigen Gegner. Die direkten Duelle liegen den Pfälzern ganz eindeutig nicht. Heute ist die letzte Chance, das Gegenteil zu beweisen. Den Rest der Saison geht es gegen kein Team aus dem ersten Tabellendrittel mehr.
vor Beginn | Und blicken wir also auf den 1. FC Kaiserslautern, der gefühlt die gesamte Saison schon auf der Pirsch liegt, ohne zum Angriff geblasen zu haben. Wenn wir es dramatisch formulieren wollen, könnte das heute die letzte Chance sein, nochmal richtig ins Aufstiegsgeschäft einzusteigen. Nach zwei Pflichtsiegen gegen die Abstiegskandidaten Greuther Fürth und Preußen Münster ist die Position wieder einmal vielversprechend.
vor Beginn | Blicken wir also auf den SC Paderborn, der so ein Duell schon vor einer Woche hatte, es mit einer Bestleistung gewann und die Lücke auf die ambitionierte Hertha somit auf womöglich vorentscheidende neun Punkte strecken konnte. Genau auf diese neun Punkte könnten die Ostwestfalen heute auch den Roten Teufeln enteilen. Und gleichzeitig ermöglicht die überraschende Niederlage der Darmstädter gestern den Sprung in die Top 3. Gelingt der dritte Sieg aus den letzten vier Spielen, ist Paderborn wieder ganz dick drin im Aufstiegsgeschäft.
vor Beginn | Zwei Teams aus dem unmittelbaren Verfolgerfeld der Aufstiegsplätze im direkten Duell, zwei Teams, die zuletzt gute Form bewiesen und gute Ergebnisse erzielt haben: Kaiserslautern gegen Paderborn ist wieder eins dieser vielen Duelle in der gewohnt spannenden 2. Liga, die gerne als wegweisend für den weiteren Verlauf der Saison beschrieben werden. Da wir aber mittlerweile im letzten Drittel der Saison angekommen sind, wird diese These immer konkreter. Die Relevanz dieser Partie ist also sehr hoch.
vor Beginn | Paderborn legte vor einer Woche eine echte Gala hin und fegte über Hertha BSC mit 5:2 hinweg. Und da war der Gegner noch gut bedient. Trainer Kettemann verzichtet gefühlt auf Änderungen an seiner Startelf. Einzig Klaas muss vorne passen, der hatte sich gegen die Hertha in der ersten Hälfte verletzt und wurde von Bätzner ersetzt. Jener Bätzner steht heute in der Startelf.
vor Beginn | So spielt der SC Paderborn: Seimen - Curda, Scheller, Götze, Brackelmann, Obermair - Baur, Castaneda - Müller, Marino, Bätzner.
vor Beginn | Der 1. FC Kaiserslautern feierte am vergangenen Wochenende einen 3:2-Sieg gegen Preußen Münster. Heute ist Trainer Lieberknecht dazu gezwungen, seine erfolgreiche Startelf auf drei Positionen zu ändern. Weil Robinson mit einer Gehirnerschütterung, Haas erkrankt und Ritter gesperrt fehlen, spielen Chernev, Kleinhansl und Eigengewächs Gibs, der aus der Zweitvertretung hochgezogen wird und sein Zweitligastartelfdebüt für die Roten Teufel feiert.
vor Beginn | So beginnt der 1. FC Kaiserslautern: Krahl - Joly, Kim, Sirch, Chernev, Kleinhansl - Sahin, Kunze - Skyttä, Gibs - Bassette.
vor Beginn | Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 24. Spieltages zwischen Kaiserslautern und dem SC Paderborn.