Schnee im Winter stellt nicht nur alljährlich Räumdienste und die Bahn vor Probleme. Auch die Bundesliga bekommt Probleme. Wohl dem, der, wie Huub Stevens bei Schalke 04, anpacken kann. sportal.de räumt alle Unklarheiten beiseite.
Schaufelt sich Schalke 04 aus der Krise?
Der FC Schalke 04 ist bis auf Platz fünf in der Liga abgerutscht, konnte aus den letzten sechs Spielen nur fünf magere Pünktchen holen. So richtig heiß ist die Mannschaft nicht gelaufen, eine wohlige Wärme in Form roter Pausbäckchen steht nur Trainer Huub Stevens ins Gesicht geschrieben - doch das hilft nicht beim täglichen Arbeiten.
Denn vor dem Spiel gegen den SC Freiburg klappt es auch mit dem Training nicht so recht, da der Platz unter der Invasion von Milliarden von Schneeflocken bedeckt lag. Am Mittwoch musste Stevens dann das Training verlegen, bevor die Greenkeeper-Firma kleinlaut mitteilte, den Platz nicht rechtzeitig räumen zu können - man musste in die Halle ausweichen.
Schon El Bosso und die Ping Pongs wussten, dass die Niederländer Füchse sind. Wobei es heutzutage nicht mehr ausreicht, nur ein Fuchs zu sein, man muss auch den Wald kennen. Da auch die Zornesröte im Gesicht den Schnee nicht schmelzen ließ, griff das königsblaue Oberhaupt selbst zur Schippe, schnappte sich noch ein paar japanische Fans aus dem Ushida-Fan-Klub und los gings.
Wie die Bild berichtet, gönnte sich Stevens nach getaner Arbeit erst einmal ein Gläschen Glühwein, betätigte die imaginäre Glocke und trällerte: "Freibier für alle, die uns geholfen haben!" Der Japaner an sich nahm jedoch lieber einen Schalke-Schal und eine Freikarte fürs Spiel. Stevens war sich im Endeffekt sicher, sich aus der Krise geschaufelt zu haben.
Fortuna Düsseldorf: Nimmt sich Norbert Meier ein Beispiel an Stevens?
Kein Niederländer ist dagegen Norbert Meier, den der Schnee kalt erwischte, wie die Bild in selbigem festhielt. Während auf Schalke schon geschippt wurde, legte sich Fortuna Düsseldorfs Trainer unfreiwillig in die kalte Pracht. Au Backe, der Steiß, möchte man da rufen. Aber Norbert Meier, das weiß man spätestens seit 2005, ist im Fallen nicht ganz ungeübt.
Vielleicht war dieser Sturz aber gar nicht unfreiwillig und Trainerfuchs Meier wollte den Seinen nur versinnbildlichen, was das 0:2 in Nürnberg für ihn nach einer englischen Woche mit sieben Punkten war: ein Ausrutscher. Und während der Huub sich auf seine handwerklichen Fähigkeiten zur Krisenbewältigung verlässt, macht es der Kollege Meier auf die psychologische Tour.
Hannover 96: Eine App als Torgarant?
Wesentlich entspannter als bei den Herren Stevens und Meier verläuft das Leben im Hause Diouf. Zumindest, seitdem Mame Diouf sich ein Smartphone zugelegt und eine passende App für seinen Interessensbereich gefunden hat. Denn Diouf ist gläubiger Muslim und hat es sich zur Aufgabe gemacht, fünf Mal am Tag zum Gebet anzusetzen.
Per Klingelton wird der Stürmer von Hannover 96 benachrichtigt und als ganz besonderes Gimmick ist die App mit einem Kompass bestückt. So muss Diouf nicht erst den alten Kompass vom Dachboden holen, um zu wissen, in welcher Richtung sich Mekka befindet. Eine Win-Win-Situation für ihn.
Bislang läuft es nämlich richtig rund für Diouf, der seit dem neunten Spieltag als Stammkraft für die 96er aufläuft und schon fünf Saisontore auf dem Buckel hat. Gegen Düsseldorf soll der Stürmer erneut treffen. Gegen Düsseldorf ist das ein gefährliches Unterfangen, denn die Fortuna kennt sich im Bereich der Telefone aus - nicht umsonst ist o.tel.o der Hauptsponsor und könnte vielleicht ein wenig am Kompass schrauben ...
Gibt es bei Borussia Mönchengladbach bald das Hanke Maria?
Nicht nur der in unserer Redaktion - aus anderen Gründen - oft genannte Fips Asmussen weiß: Manche Witze sind wie guter Wein, je älter desto besser. Manche Witze sind sogar wie Glühwein: gut aufgewärmt laufen sie die Kehle runter. Dachten sich auch einige Gladbach-Fans und machten einen Remix des vor einem Monat vom Magazin 11Freunde erdachten Zlatan Unser.
Die Neuauflage heißt Arango Unser, wie rp-online berichtet und soll auf Facebook aufgetaucht sein. "Arango Unser, Der Du bist ein Fohlen", so der Anfang der Huldigung, die mit "Denn Dein ist die Raute, Und die 18 und die Herrlichkeit, In Ewigkeit. Amen", endet.
Doch beim Traumtorlieferanten muss doch noch lange nicht Schluss sein. Was, wenn die Fohlen entgegen der landläufigen Meinung mit einem Sieg in München in den Weihnachtsurlaub fahren? Gibt es dann ein Hanke-Maria? Das Mlapa-Lied? Das Lobgebet des ter Stegen? Oder Roel 3:16?
Für immer Werder Bremen - wann ist Klaus Allofs ein Wolfsburger?
Der Wechsel von Klaus Allofs von Werder Bremen zum VfL Wolfsburg erwischte unlängst eigentlich alle kalt. Zumal Allofs eine gefühlte Ewigkeit in Bremen weilte und fast schon neben Trainer Thomas Schaaf als Ehren-Stadtmusikant aufgenommen worden wäre. Sicher über dem Esel, vermutlich aber unter dem Hahn, doch wir schweifen ab. Kurz gesagt: Klaus Allofs war Werder Bremen. Um mal den harten Fakt zu nennen: Er war seit 1999 sportlicher Leiter des Vereins.
Wer mag es angesichts dieser Tatsache unserem Werder Bremen-Fan in der Redaktion verdenken, als die gestrige, harmlose Meldung: "Klaus Allofs will ausmisten - elf müssen gehen" für einen Schockzustand im grünen Herzen sorgte. "So viele haben wir doch gar nicht", schoss es dem Werderaner durch den Kopf, nur um nach wenigen Sekunden in der Realität anzukommen und zu erkennen, dass der gute Herr Allofs nun in Wolfsburg das Sagen hat. Und dort fallen elf Spieler weniger nur beim Gruppenrabatt "Der 30. fährt für die Hälfte" auf.
