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Frankreichs Fehler zur spanischen Führung
Aber was zählen Statistiken? Die Realität sieht nun einmal anders aus. Von Beginn an übernahm Spanien das Spielgeschehen, wenn auch mit einigen, ungewohnten Fehlpässen im Spielaufbau. Nach sechs Minuten tauchten die Iberer das erste Mal gefährlich nah vor dem Tor von Hugo Lloris auf. Im Laufduell touchierte Gael Clichy den Barcelona-Star Fabregas, woraufhin dieser zu Fall kam. Der italienische Schiedsrichter Nicola Rizzoli ließ weiterlaufen und entschied korrekt. Wie auch im restlichen Spiel machte der Unparteiische einen guten, souveränen Eindruck und empfahl sich für den weiteren Turnierverlauf. Frankreich verteidigte lange Zeit gut, machte nach 19 Minuten aber den ersten Fehler und der rächte sich.
Zum ersten Mal trat die linke Seite der Spanier in Erscheinung als Andrès Iniesta Jordi Alba den Ball in den Lauf passte. Der Flügelflitzer setzte sich gegen Réveillère durch und flankte den Ball in die Mitte auf den vollkommen frei stehenden Xabi Alonso, der keine Probleme hatte, die Führung zu erzielen. Der Fehler der Franzosen lag nicht nur in der Innenverteidigung, die sich zu zweit auf den am ersten Pfosten stehenden Fàbregas konzentriert hatte, sondern vor allem bei Malouda, der im Halbfeld einfach zuschaute, wie Xabi Alonso den Weg zu seinem Tor machte.
Frankreich lief lange Zeit gegen die starke spanische Abwehr (nur drei Gegentore, in den letzten 13 Turnierspielen) an, ohne zu Chancen zu kommen. Erst ein Freistoß von Yohan Cabaye aus 25 Metern zwang Iker Casillas zu einem ernsthaften Eingriff. In der zweiten Halbzeit mussten die Franzosen mehr Risiko eingehen, um ein mögliches Halbfinale zu erreichen. Und das versuchten sie phasenweise.
Xabi Alonso zum Zweiten
Nach rund einer Stunde kamen die Franzosen binnen weniger Minuten ein ums andere Mal zu Torgelegenheiten. Allerdings bekamen sie den Ball im letzten Augenblick nicht ordentlich unter Kontrolle. Dem Spiel tat diese Abwechslung gut. Denn Frankreich traute sich nun mehr zu und flankte meistens über Franck Ribéry gefährlich in den Strafraum des Titelverteidigers.





