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Datum: 09. Juli 2011, 19:56 Uhr
Format: Artikel
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Frankreich schlägt England im Viertelfinale

england frankreich 203 dpa
England Frankreich

In einem spannenden, aber wenig hochklassigem Spiel besiegte Frankreich England nach Elfmeterschießen. England war in Führung gegangen, Frankreich glang kurz vor dem Ende der regulären Spieltzeit der Ausgleich. Im Elfmeterschießen sah alles nach einem Sieg der Briten aus, doch dann kamen die Nerven ins Spiel.

In einem spannenden, aber wenig hochklassigem Spiel besiegte Frankreich England durch ein 3:4 (1:1) nach Elfmeterschießen. England war in der 58. Minute durch Jill Scott in Führung gegangen, Frankreich glang kurz vor dem Ende der regulären Spieltzeit der Ausgleich durch Elise Bussaglia (88.). Im Elfmeterschießen sah alles nach einem Sieg der Engländerinnen aus, doch dann kamen die Nerven ins Spiel.

Erst Paukenschlag dann Fehlpassfestival

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Kelly Smith wurde über die rechte Flanke steil geschickt, konnte Torfrau Celine Deville umdribbeln, aus spitzem Winkel scheiterte sie dann allerdings am Abwehrbein von Sonia Bompastor (1.). Das Spiel blieb hektisch, beide Teams agierten aggressiv, aber noch ohne spielerische Linie.

Das technisch bessere Team zweier Mannschaften, die sich aber viele ungenaue Abspiele leisteten, waren die Französinnen. In der 25. Minute hätte die Mannschaft von Bruno Bini in Führung gehen können. Marie-Laurie Delie spielte am Strafraum quer auf Gaetane Thiney, die nahm den Ball an und schoss volley auf das Tor von Karen Bardsley, die im rechten Eck zur Stelle war und den Ball abwehren konnte.

Lange Bälle auf White

England versuchte es mit langen Bällen auf Sturmführerin Ellen White, Frankreich bemühte sich über die Flügel zu Chancen zu kommen, doch das Spiel blieb hinter den Erwartungen zurück. Die zweite Halbzeit legte mit einer Möglichkeit durch Delie los, nachdem sie zunächst zu zögerlich agierte, bekam sie das Spielgerät erneut vor die Füße, schoss aber aus 14 Metern knapp am Tor vorbei (47.).

Zehn Minuten später schlich sich Jill Scott mit in den gegnerischen Strafraum, sie bekam eine Flanke aus dem linken Halbfeld serviert, ihr Kopfball strich knapp über den Kasten. Wenig später machte die Mittefeldspielerin es besser. Auf der linken Flanke angespielt ließ sie zwei Gegnerinnen aussteigen und schoss 16 Metern über die Torhüterin zur 1:0-Führung ein (58.).

Tor belebt die Partie

Die alte Weisheit, das ein Tor dem Spiel gut tut, bewahrheitete sich im Anschluss. Frankreich machte nun mehr Druck und England ließ sich hinten rein drängen. Den Ausgleich hätte Elodie Thomis in der 75. Minute erzielen können, doch Bardsley war auf dem Posten. Frankreich hatte weitere Chancen, Laure Lepailleurs Kopfball wurde von der Linie geklärt (85.), aber es sollte nicht die letzte Möglichkeit für die Französinnen sein.

Die Spielführerin persönlich sorgte für den Ausgleich. Elise Bussaglia schlenzte den Ball aus 17 Metern an den linken Innenpfosten und bewahrte alle Hoffnungen auf das Halbfinale für Frankreich (88.). Der Treffer war mittlerweile hoch verdient, da sich die Mannschaft von Hope Powell nur noch auf das Verteidigen beschränkte hatte und für Frankreich das Mehr an Chancen zu Buche stand.

Auch in der Verlängerung war Frankreich das bessere Team, doch die Chancen wurden vergeben. So mussten beide Mannschaften in das undankbare Elfmeterschießen. Gleich den ersten Elfmeter verschoss Camille Abily für Frankreich. Da aber nach drei weitern Schützen auch Claire Rafferty verschoss und später Faye White dem Druck der letzten Schützin nicht gewachsen war, zog Frankreich ins Halbfinale der Weltmeisterschaft ein.

Michel Massing