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Datum: 10. Juli 2012, 14:36 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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Formel 1: Mark Webber verlängert bei Red Bull

Mark Webber,Red Bull,Australien
Mark Webber verlängert seinen Vertrag bei Red Bull

Der Sieg beim GP von Großbritannien hatte die Attraktivität von Mark Webber nur noch untermauert und so war es kein Wunder, dass Ferrari um ein Date bat. Geschmeichelt von den Avancen stimmte Webber einem Treffen zu, verlängerte dann aber doch bis 2013 bei Red Bull.

"Am Ende war es eine einfache Entscheidung", erklärte Webber auf seiner Homepage. "Es waren sehr interessante letzte Monate, aber letztendlich waren die Gefühle, hier zu verlängern, sehr stark." Damit findet die Red Bull-Doppelspitze, bestehend aus dem 36-jährigen Webber und Sebastian Vettel, eine Fortsetzung.

Dass er auch von Ferrari umgarnt wurde, daraus machte der hinter Fernando Alonso auf Platz zwei in der Fahrerwertung liegende Webber kein Geheimnis. "Es gab Gespräche mit Ferrari, aber ich habe mich dazu entschieden, bei Red Bull zu bleiben." Dabei spielte es auch eine Rolle, dass Webber schon seit 2007 bei dem Team unter Vertrag steht.

"Mein Fokus liegt natürlich darauf, in diesem Jahr den Titel zu gewinnen. Das ist mir sehr wichtig. Aber daneben geht es auch um das ganze Team bei Red Bull, denn ich arbeite sehr sehr gerne mit ihnen zusammen. Die ganze Unterstützung hat natürlich auch Auswirkungen auf mich und wie ich meine Leistung im Rennen abrufen kann. Von daher hat das meine Entscheidung beeinflusst."

Webber: Zusammenarbeit mit Vettel ist gut

Teamkollege Sebastian Vettel, der sich mit dem Piloten aus Down Under auch schon hitzige bis übermütige Duelle geliefert hat, dürfte gar nichts dagegen haben. "Ich habe den Vorteil, dass er in meinem Team ist. So kann ich sehen, was er macht", hatte der Doppelweltmeister nach seinem dritten Rang hinter Sieger Webber und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso in Silverstone gesagt.

Mit der deutlich früher als erwarteten Verkündung setzten der 185-malige Grand-Prix-Starter und neunmalige Gewinner Webber und Red Bull ein klares Zeichen. Der Australier dürfte nun noch gestärkter in die kommenden Rennen gehen - auch im Duell mit dem in den vergangenen zwei Jahren übermächtigen Stallrivalen Vettel.

"Mein Verhältnis zu Seb ist sehr gut", erklärte Webber. "Wir arbeiten schon sehr lange zusammen und ich glaube, das hätte niemand so vorhersagen können. Es ist schon eine kleine Überraschung, denn es gibt nicht viele Teams, bei dem zwei Fahrer so lange zusammen sind. Aber ich denke auch, dass es bisher sehr erfolgreich war.

Formel 1: Webber und Vettel kämpfen um den Titel

Als einziges Team hat Red Bull in diesem Jahr aber mit dem 25 Jahren alten Deutschen und dem fast elf Jahre älteren Australier zwei Eisen im WM-Feuer. Webber (116 Punkte) ist vor dem Vettel-Heimrennen in anderthalb Wochen auf dem Hockenheimring Zweiter hinter Ferrari-Star Alonso (129 Punkte). Vettel ist mit 100 Zählern Dritter.

"Im letzten Jahr gab es ja kaum Duelle zwischen uns, aber 2009, 2010 und in diesem Jahr hat es schon tolle Fights zwischen uns gegeben", so Webber. Für das Team ist es doch auch eine tolle Sache. Manchmal vielleicht ein wenig stressig und für uns ist es auch nicht immer einfach, da wir beide an die Spitze wollen. Aber wir wissen auch um die Bedeutung des Teams."

"Die Devise ist: 'Never change a winning team'', hatte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko am Abend vor der Vertragsverkündung betont. Webber habe mit seinem Sieg in Silverstone die Gespräche allerdings etwas verteuert, gab der ehemalige Rennfahrer zu. Aus seiner Sicht wäre Ferrari für Webber keine Alternative zu Red Bull gewesen.

Wechselt Vettel zu Ferrari?

"Ich weiß nicht, ob der Herr Alonso als Teampartner angenehmer ist als der Herr Vettel", sagte Marko beim hauseigenen Red-Bull-Sender ServusTV. Ein begehrtes Cockpit für die kommende Saison ist damit vergeben. Klar wird aus den Statements, dass Ferrari nach einem Nachfolger für Felipe Massa sucht.

Die Scuderia kokettierte in den vergangenen Wochen zudem immer wieder mit einem mittelfristigen Wechsel von Vettel zum italienischen Traditionsteam. Der Heppenheimer, zur Saison 2009 von Toro Rosso ins Red-Bull-Team aufgestiegen, hat einen Vertrag bis Ende 2014. Nach der nächsten Saison soll es aber angeblich eine Ausstiegsklausel geben.

2013 bleibt bei Vettel und Webber aber erst einmal alles beim alten. Die beiden werden dann in ihre fünfte gemeinsame Saison bei dem Team des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz gehen. "Da es von beiden Seiten ein großer Wunsch war, die Partnerschaft fortzusetzen, war es eine logische Entscheidung, die Beziehung zu verlängern", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Dienstag in einer Presseerklärung.