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Feste Richtlinie
"Natürlich ist es ein ganz entscheidender Tag für den Fußball. Es wurde jahrelang diskutiert. Nun haben wir eine klare Richtlinie", sagte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke. Beide Systeme müssten noch einen FIFA-Stempel als Zertifikat erhalten und ständig auf ihre Tauglichkeit überprüft werden. Blatter war da nach FIFA-Angaben zu einem exklusiven TV-Interview in einem Séparée entschwunden.
Die Technik-Verwirrung könnte den Fußball-Fan schon bald befallen. In der WM-Qualifikation wird es zum Beispiel keine Schiri-Hilfe geben. Ein Verlierer des Tages ist auch UEFA-Präsident Michel Platini. Sein System mit zwei zusätzlichen Torlinien-Richtern wird zwar weiter geduldet. Doch verweigert Europas Kontinentalverband wie angekündigt die Technikeinführung bei seinen Top-Wettbewerben Champions League und EM, wird das Wehklagen bei der nächsten Fehlentscheidung garantiert noch lauter sein.
Wie die deutschen Fußball-Größen auch. Alle Verbände und Profiligen wie die Bundesliga oder die englische Premier League können selbst über eine Einführung der aufwendigen Systeme entscheiden - müssen aber auch die Kosten in erwarteter Millionenhöhe selber tragen. "Zum DFB kann ich nichts sagen. Der Ball liegt bei ihnen", sagte Valcke. Eine nationale Entscheidung wird nun mit Spannung von DFB und DFL erwartet - vor der übernächsten Saison 2013/14 ist eine Ausstattung aller Bundesliga-Stadien mit der bis zu 200.000 Dollar teuren Ausrüstung ohnehin unrealistisch.
Es hatte sich einiges zusammengebraut in Zürich. In der FIFA-Zentrale dauerte die Sitzung des IFAB-Gremiums deutlich länger als geplant. Vor den Türen ging ein kräftiger Hagelschauer nieder, kurz bevor die Entscheidung verkündet wurde. Valcke hatte Mühe zu betonen, dass die Entscheidung nicht den Fußball entzweit und nur die reiche FIFA sich die Technik leisten kann. Und: Weitere Technik werde es im Fußball nicht geben, versicherte Valcke.





