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So sah zum Beispiel der Top-Ropokie des Jahres, Anthony Davis von den Hornets, bisher nicht ansatzweise nach dem Spieler aus, den die Hornets vermeintlich gedraftet hatten. Defensiv noch viel zu schüchtern, ist die Wurfauswahl des Centers gelinde gesagt eine Katastrophe. Viele Experten hatten gemunkelt, dass ihn sein Ausflug mit dem Dream Team zu den Olympischen Spielen zu viel Trainingszeit kosten würde - und genau danach sieht es aus. Die Hornets hätten sicher auch lieber gesehen, dass ihr im Vergleich zu anderen Centern doch eher dürrer Star am Muskelaufbau sowie einigen Post-Moves arbeitet. Stattdessen dürfte der Einstieg in die Saison für Davis ein sehr steiniger werden.Andere Rookies wie zum Beispiel Michael Kidd-Gilchrist von den Charlotte Bobcats, Jonas Valanciunas von den Toronto Raptors (2011 gedraftet, spielte die Saison in Littauen), Bradley Beal (Washington Wizards), Dion Waiters (Cleveland) oder auch Damian Lillard von den Portland Trail Blazers hingegen lassen mit ihren Leistungen vermuten, dass die Klasse von 2012 wirklich eine sehr gute gewesen sein könnte. Und auch bei den Sophomores, den Spielern im zweiten Jahr, scheinen sich einige an das Tempo in der Liga gewöhnt zu haben. So ließ Utah's Enes Kanter vermuten, warum man ihn für einen ganz besonders talentierten Big Man hält, und auch Tristan Thompson von den Cleveland Cavaliers scheint genug Muskelmasse aufgebaut zu haben, um ein legitimer Power Forward in der NBA zu werden.
Fernsehteams - Spaß sicher, Erfolg fraglich?
Apropos Cavaliers. In den zwei Jahren seit dem Abschied von LeBron James gab es außer frühen Draftpicks ja nicht viel zu feiern in einer von Amerikas traditionsreichsten Sportstädten. Die Browns machen sich in der NFL fast schon lächerlich, die Indians waren in der MLB schon Monate vor den Playoffs aus dem Rennen. Doch jetzt ist Besserung in Sicht.
Denn die Cavaliers haben ihre Draft Picks der letzten beiden Jahre gut genutzt, und um Spielmacher Kyrie Irving mit Tristan Thompson, Dion Waiters und Tyler Zeller eine junge, spielstarke Mannschaft zusammengestellt. Ob dies am Ende für die Playoffs reicht, bleibt in der gut besetzten Eastern Conference fraglich, doch vor allem eins dürften die Cavaliers ihren Fans wieder bringen - Spaß! Das Spielsystem ist auf schnelle Abschlüsse aufgebaut, und nachdem Irving im letzten Jahr noch viel allein machen musste, werden die Cavs dies Jahr vor allem unter den Körben schwer auszurechnen sein.
Und auch bei anderen Teams ist das Potenzial für spektakuläre Auftritte hoch. Die Golden State Warriors haben sich vom Versuch, in jedem Spiel 130 zu erzielen, verabschiedet, und mit Andrew Bogut etwas für ihre Defensive getan. Die Denver Nuggets haben persönliche Probleme eines JaVale McGee mal außen vor gelassen - mit McGee, Marco Galinari, Andre Iguodala, Andre Miller und Ty Lawson eine Starting Five, die nur so vor Spielfreude strotzt. Und auch die Spiele der Washington Wizards könnten, wenn das Team schon nicht erfolgreich ist, dank der Kombination Bradley Beal/John Wall ein Fest für Fans des schönen, schnellen Spiel werden.
Kurzum: Nachdem ich im letzten Jahr viele Nächte vor dem Fernseher verbracht habe, um mir Ricky Rubio wegen Spiele der Minnesota Timberwolves anzuschauen, werde ich meine TV-Zeit in diesem Jahr noch mehr zwischen den Top-Teams und einfach unterhaltsamem Basketball aufteilen müssen. Denn begeisternden Basketball bieten eben nicht nur die Titelfavoriten!
Sheeeeeeed ist zurück!
Weg von jung und agil, hin zu alt und erfahren. Das scheint im Gegensatz zu so vielen anderen Teams das Motto der New York Knicks zu sein. Denn die resistente Rentner-Band der Knicks, die ja bereits den 39-jährigen Jason Kidd, Marcus Camby (38 Jahre) sowie Kurt Thomas (39 Jahre) umfasst, hat ein weiteres Mitglied bekommen. Der frühere All Star und Power Forward des Meisterteams der Detroit Pistons 2004, Rasheed Wallace, hat sich mit 38 Jahren bereit erklärt, für das Minimalgehalt für Veteranen eine Saison bei den Knicks auszuhelfen.





