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Um dies zu erreichen, geht Williams ihren eigenen Weg. Die US-Amerikanerin nahm 2012, den Fed Cup ausgenommen, an nur 13 Turnieren teil. Sie ist zu einer Art Teilzeitspielerin geworden. Aus den Top Fünf spielte nur Sharapova (14) ähnlich selten, die übrigen Damen waren deutlich häufiger unterwegs (Azarenka 18 Turniere, Radwanska 22, Kerber 21). Durch diese Dosierung spart sich Williams die Strapazen der Reisen, dafür ist gewährleistet, dass sie bei jedem Turnier, an dem sie teilnimmt, in Top-Form ist. Und an einem guten Tag ist Williams mit ihrer Kraft, mit ihrer Wucht und mit ihrer Ausstrahlung eigentlich nicht zu schlagen.
Auch für 2013 ist ihre Turnierplan übersichtlich. Den Fed Cup ausgenommen, startet sie wohl bei nur 15 Events, die Weltmeisterschaft in Istanbul schon mit eingerechnet. Dazu kommen drei Show-Partien im März und April.
Fehlende Konkurrenz in den USA
Williams hat zuletzt angekündigt, dass sie und ihre Schwester noch bis zu den Olympischen Sommerspielen 2016 spielen wollen. Das ist Hauptziel, sagte sie. Es zeigt, wie viel sie sich noch zutraut, dass sie überzeugt ist, noch einige Jahre auf Top-Niveau spielen zu können. Sie sollte es auch, im Sinne der Tennisnation USA. Zwar stehen derzeit zehn Spielerinnen aus den USA in den Top 100 der Weltrangliste, nimmt man die gebürtige Usbekin Varvara Lepchenko dazu. Doch allein Serena ist in der Lage, wirklich große Erfolge zu feiern.
Neben Venus Williams (32 Jahre alt, Weltranglistenplatz 25) sind das vor allem eine ganze Reihe von jungen Athletinnen. Viele von ihnen galten schon als kommender Star, nach ganz oben ist noch keine von ihnen gekommen. Derzeit läuft es bei Sloane Stephens (19, 29) und Christina McHale (20, 36) am besten, doch mit Jamie Hampton (23, 70), Melanie Oudin (21, 82), Lauren Davis (19, 91), Coco Vandeweghe (21, 100) sowie Doppelspezialistin Vania King (23, 75) gibt es noch eine ganze Reihe von anderen jungen Spielerinnen.
Wie groß die Nachwuchssorgen in den USA seit Jahren sind, verdeutlich eine Statistik, die die New York Times zuletzt veröffentlichte. Serena Williams hat in ihrer Karriere bisher 13-mal gegen Landsfrauen gespielt, die jünger sind als sie. Dass sie dabei 13-mal gewonnen hat, ist die eine Botschaft, die wichtigere aber lautet: Die Landsfrauen waren so schwach, dass sie nur 13-mal gegen sie spielen konnte. Gegen ältere Landsfrauen vorwiegend Schwester Venus, Jennifer Capriati und Lindsay Davenport - spielte sie hingegen 90-mal, bei einer Bilanz von 62:28.





