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Nun gut, nach dem ersten Spieltag ist das vielleicht etwas voreilig, die Eintracht sucht aber dennoch nach einem weiteren Stürmer und wurde laut BZ bei Absteiger Hertha fündig. Adrian Ramos soll von der Hauptstadt nach Hessen wechseln. Hertha will den Stümer von der Gehaltsliste streichen, der Stürmer will in der Bundesliga spielen und der Eintracht fehlt ein ordentlicher Knipser im Angriff, woran soll der Wechsel also scheitern? Wie die BZ berichtet, soll Frankfurt den Kolumbianer nur auf Leihbasis an den Main holen, für Hertha wohl kaum eine Option. Bis Freitag haben die Herren Bruno Hübner (Eintracht-Sportdirektor) und Michael Preetz (Hertha-Manager) ja noch Zeit.
Fakten, Fakten, Fakten: Transfers bisher positiv zu bewerten
Während Hübner und Preetz die Zeit ebenso nutzen wollen wie Sammer, Magath, Arnesen und Völler, werden die restlichen Bundesligisten sich dem süßen Nichtstun widmen. Warum auch nicht? Schließlich haben die Bundesligisten zusammen 214 Abgänge und 197 Zugänge bis dato zu verzeichnen. Dabei ist natürlich auch jede Menge Geld geflossen: Circa 129 Millionen Euro wurden eingenommen und 183 Millionen ausgegeben.
Um mal aufzuzeigen warum die Bundesliga wohl die gesündeste Spitzenliga Europas ist, gibt es jetzt noch eine andere Zahl aus Frankreich zum Vergleich: Der französische Meister im Geldausgeben Paris Saint-Germain, das seit der Übernahme durch einen Investor noch keinen Meistertitel gewinnen konnten, transferierte 140 Millionen Euro auf die Konten anderer Vereine - und hatte im übrigen trotzdem einen Fehlstart mit drei Punkten aus drei Spielen ohne Sieg.
Einen Fehlstart vermieden die Neuzugänge der Bundesliga im Kollektiv. Zwar gab es auch Ausfälle und schwächere Leistungen, doch am Ende des ersten Spieltags wurden elf der 22 Tore von Neuzugängen erzielt, dazu gehen vier Assists auf das Konto der Neuen. So haben die Aufsteiger aus Düsseldorf und Frankfurt einen gelungenen Auftakt hingelegt, weil die Einkäufe erfolgreich waren. Für Düsseldorf traf Dani Schahin gleich zweimal nach seiner Einwechslung (2:0 gegen Augsburg) und bei Frankfurt waren nicht nur Stefan Aigner und Martin Lanig die Torschützen beim 2:1-Erfolg über Leverkusen, sondern Takashi Inui und Stefan Celozzi auch noch die Passgeber.
Die Scouts und Sportdirektoren der Bundesliga-Clubs haben ganze Arbeit geleistet und wenn am Freitagabend das Transferfenster geschlossen wird und vielleicht noch ein oder zwei Transfers mit dem letzten Lüftchen ins deutsche Oberhaus rutschen, werden die Fans auf die Früchte der Arbeit schauen. Dann wird sich gemessen am Erfolg zeigen, welche Transfers sinnvoll waren und ob sich der positive Trand weiter fortgesetzt hat, ob die Vereine Nutzen hatten oder ob doch der ein oder andere Fehleinkauf dabei war.





