Im September 2011 hatte ein Fan des SC Preußen Münster beim Spiel in Osnabrück einen Sprengkörper geworfen und dabei zahlreiche Menschen verletzt. Das Gericht sprach bei der Urteilsfindung von einer vorsätzlichen Tat. Die Polizei fand zudem eine belastende SMS. Der Verurteilte verwies auf seine italienischen Wurzeln.
Am 10. September 2011 hatte ein als Ultra-Fan des SC Preußen Münster bezeichneter Mann beim Gastspiel der Preußen in Osnabrück einen Sprengkörper auf das Dach des ehemaligen Spielertunnels geworfen. Bei der anschließenden Explosion wurden 33 Menschen darunter auch Kinder teilweise schwer verletzt. Nun wurde er zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.
Der Sprengkörper war auf dem Tunneldach gelandet, aber dann durch einen Spalt in den Tunnel hineingefallen, wo sich kurz vor Beginn des Spiels zahlreiche Sicherheitskräfte aufhielten.
Der Angeklagte, der der mittlerweile aufgelösten Curva Monasteria zugeordnet wird, hatte geltend gemacht, seit dem frühen Morgen Alkohol und Drogen - Speed und Marihuana - konsumiert zu haben. "Ich wollte, dass der Böller oberhalb des Tunnels und nicht im Spielertunnel explodiert. Ich hatte einen Blackout", sagte der Angeklagte auf ndr.de.
DFB zeigt sich zufrieden
Die Anklage hatte zuvor eine Strafe von viereinhalb Jahren gefordert, das Gericht hatte jedoch auch die Möglichkeit, die Maximalstrafe von 15 Jahren zu verhängen. Zudem muss der Verurteilte außerdem an neun Geschädigte Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 39.000 Euro zahlen. Revision gegen das Urteil ist zugelassen.
Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist das Urteil ein Musterbeispiel für Sicherheit und das Verbot von Böllern. "Es unterstreicht, dass das Stadion kein rechtsfreier Raum ist, und Straftaten auch als solche geahndet werden müssen", sagte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock. Es sei "ein deutliches Signal, das DFB und DFL in der klaren Absage an Pyrotechnik bestätigt." Von Feuerwerkskörpern gehe eine große Gefahr aus - die Sicherheit für Zuschauer müsse immer das Wichtigste sein.





