(Seite 2 von 2)
Nur der Retrolook seines dunkelblauen Trainingsanzugs, den er im DFB-Quartier in Barsinghausen trug, war noch ein Zeichen für Vergangenes. Löw war sogar wieder zu Scherzen aufgelegt: "Sie werden nicht spielen", sagte er zu einem Journalisten auf eine Personalfrage. "Die letzte Qualifikation haben wir mit zehn Siegen mit Bravour bestanden. Dieses Mal wird es schwieriger. Es wird mit Sicherheit kein Selbstläufer", erklärte Löw dann wieder ernst mit Blick auf die weiteren Kontrahenten Österreich, Irland, Schweden und Kasachstan.
Gegen den Weltranglisten-154. Färöer aber ist nach zwei verfehlten Anläufen im EM-Halbfinale gegen Italien (1:2) und zum Saisonauftakt gegen Argentinien (1:3) nun in Hannover der 500. Länderspielsieg einer DFB-Auswahl fest eingeplant. "Auch wenn Färöer nicht die härteste Prüfung ist, es ist ein guter Auftakt hier zu Hause", meinte Teammanager Oliver Bierhoff.
Podolski wieder dabei und in Topform
Vor zehn Jahren hatte sich Deutschland unter Rudi Völler beim 2:1 gegen die "Schafsinseln" ebenfalls in Hannover allerdings sehr schwergetan, der anschließende 2:0-Erfolg in Torshavn wurde erst in letzter Minute sichergestellt. In Hannover soll auch schon zu sehen sein, welche Verbesserungen Löw von seinen Spielern in den kommenden Monaten erwartet: "Attackieren, frühes Pressing, aktiv gegen den Ball arbeiten."
Die beiden Teams, die Löw als Vorbild dienen, sind Barcelona und Borussia Dortmund. Dabei soll die überfallartige Balleroberung im Mittelpunkt stehen. Eine Taktik, die sehr laufintensiv ist und der goldenen Generation endlich den erwünschten Titel bringen soll. Der erste Gegner ist allerdings noch kein Maßstab für das bessere Funktionieren der Taktik.
"Die Färöer Inseln müssen wir schlagen, da geht kein Weg vorbei", sagte England-Legionär Lukas Podolski. Der Neu-Londoner will nach dem ordentlichen Einstand beim FC Arsenal mit seinem ersten Tor im dritten Ligaspiel beim FC Liverpool (2:0) nun auch im Adler-Trikot wieder angreifen. "Ich bin in einem guten Zustand", betonte der 27-Jährige, nachdem ihn Löw zum Saisonauftakt gegen Argentinien nicht berücksichtigt hatte.
Vier Bayernspieler in der Startelf:
Die voraussichtliche Aufstellung des DFB-Teams: Manuel Neuer - Philipp Lahm, Mats Hummels, Holger Badstuber, Marcel Schmelzer - Sami Khedira, Lars Bender - Thomas Müller, Mesut Özil, Marco Reus - Miroslav Klose.





