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Es fehlte aber noch an Abnehmer. Von Spanien sah man in der zweiten Halbzeit kaum noch starke Offensivaktionen. Wenn dann hieß es aber Alarmstufe Rot. So geschehen in der 62. Minute, als Xavi Fàbregas steil schickte und Hugo Lloris gut aufgepasst hatte und mit einer Großtat rettete.
Eine Viertelstunde vor Schluss setzte Laurent Blanc endgültig auf Angriff und wechselte mit Olivier Giroud einen weiteren Stürmer für Yann M'Vila ein. Doch die nächste Chance hatte Spanien, wobei der zwischenzeitlich ins Spiel gekommene Torres aber im Abseits stand. Frankreich machte generell im Aufbau zu viele Fehler und vor allem im Spiel ohne Ball machte die equipe tricolore einen schlechten Eindruck. Kaum Bewegung, kein Aufrücken und die fehlende Genauigkeit machte es Spanien leicht, den Rest des Spiels zu überbrücken.
Kurz vor Abpfiff machte Spanien alles klar. Der neu ins Spiel gekommen Pedro wurde im Strafraum von Réveillère zu Fall gebracht. Den folgenden Elfmeter verwandelte Xabi Alonso in der 90. Minute und erzielte seinen zweiten Treffer in seinem 100. Länderspiel.
Im Endeffekt war es ein verdienter Sieg für die Spanier, die nur das Nötigste an Aufwand leisten mussten und damit relativ ungefährdet eine Runde weiter kamen. Die anfangs erwähnte Statistik brachte Frankreich wenig. Ohne läuferischen Einsatz und kreative Ideen ist es eine logische Konsequenz, frühzeitig die Heimreise antreten zu dürfen.
Tobi Becker





