Italien steht nur hinten und Spanien macht das Spiel? Das gängige Vorurteil bestätigten beide Mannschaften zum Auftakt der Gruppe C nicht. Italien zeigte mit neuem System und Abwehrchef de Rossi eine tolle Defensivleistung, setzte aber auch offensiv Akzente. Di Natale und Fabregas trafen in einem phasenweise hochklassigen Spiel.
Die durch verletzungsbedingte Ausfälle, den Wettskandal, Erdbeben in Italien und die Testspielniederlage gegen Russland insgesamt völlig verkorkste Vorbereitung der Italiener hat keine Spuren hinterlassen.
Dank der Umstellung Cesare Prandellis auf ein 3-5-2 und der Beförderung des etatmäßigen Mittelfeldspielers Daniele de Rossi zum Abwehrchef kam die Squadra Azzurra in einem bemerkenswerten und teilweise hochklassigen Spiel gegen Welt- und Europameister Spanien zum Auftakt der EM-Gruppe C zu einem verdienten 1:1 in Danzig.
Der eingewechselte Antonio di Natale ließ Italien nach seinem Führungstreffer (61.) sogar kurzfristig vom Sieg träumen, ehe Cesc Fabregas (64.) allerdings der schnelle Ausgleich gelang
Italiens de Rossi defensiv wie offensiv stark
In der torlosen ersten Hälfte zeigte das von Cesare Prandelli komplett umformierte Italien eine starke Vorstellung. Das Abwehrchaos aus dem Testspiel gegen Russland war komplett vergessen. Die Entscheidung, den etatmäßigen Mittelfeldspieler Daniele de Rossi zum zentralen Mann in der Dreierkette neben Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini zu machen, ging voll auf. Der Römer war bei Angriffen der Spanier der Turm in der Schlacht und ordnete geschickt seine variable Defensive.





