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Prognose: Qualitativ auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr, aber Führungsspieler gingen verloren. In München scheint es trotz neuem Sponsor nichts mit der Endrunden-Teilnahme zu werden.
Eisbären Berlin
Klar, dass der Rekordmeister aus Berlin wieder als Titelfavorit ins Rennen der neuen Eishockey-Spielzeit geht. 12 der 14 DEL-Trainer haben die Eisbären ganz oben auf der Liste. Aber so locker wie zuletzt sollte es diesmal nicht werden. Der endgültige Verlust von vier Führungsspielern (Felski, Ustorf, Pederson, Regehr) hinterlässt ein Vakuum, wenngleich die jüngere Garde um Hördler (27), Busch (27) und Co. mittlerweile über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt. Die Neuzugänge Katic (23) und Foy (29) haben bei der European-Throphy ihr Können bereits unter Beweis gestellt, Katic avancierte gar zum besten Offensiv-Verteidiger des Turniers (neun Scorerpunkte in sieben Spielen).
Prognose: Die gejagten Eisbären wollen den Titel-Hattrick perfekt machen, scheinen aber etwas an Klasse verloren zu haben. Sollte noch eine Verstärkung für die Defensive kommen, sind die Berliner aber wieder der Top-Favorit Nummer 1.
ERC Ingolstadt
Trainer Rick Chernomaz' Handschrift ist bei der Kaderzusammenstellung des ERC deutlich auszumachen. Die neue Ingolstädter Mannschaft erinnert an eines seiner früheren Frankfurter Teams. Mit Conboy (30), O'Connor (30), Oblinger (23), Weller (31) und Boucher (26) hat der ERC mächtig an physischer Präsenz zugelegt und verfügt dazu mit Greilinger (31), Ross (29), Hahn (34) und Laliberte (29) über eine Reihe von Top-Scorern. Mit Klasse und Härte wollen die Panther ihren Gegnern den Schneid abkaufen, eine Mischung die schon in Frankfurt unter Chernomaz immer gut funktionierte.
Prognose: Die Panther sind das härteste Team der Liga und haben zudem eine Menge Offensiv-Potenzial. Einzig die Hintermannschaft könnte den hohen Ansprüchen nicht ganz genügen. Ein Platz unter den Top Sechs liegt allemal im Bereich des Möglichen. Damit es endlich zum ersten Finaleinzug der zehnjährigen DEL-Geschichte reicht, muss aber alles passen.
Grizzly Adams Wolfsburg
Drei Jahre in Folge beendeten die Wolfsburger die Hauptrunde unter den besten Drei. Auch diesmal hat Trainer Gross gemeinsam mit Manager Fliegauf wieder einen beachtlichen Kader zusammengestellt. Zwar mussten die Grizzly Adams Top-Scorer Laliberte ziehen lassen, konnten mit Moore (28) und Dimitrakos (33) aber guten Ersatz beschaffen. Zudem kehren Haskins (26) und Dzieduszycki (32) nach langer Pause zurück. Überwunden sind die Verletzungssorgen aber nicht: Mit Wurm (23) und Fischer (24) fallen zwei Verteidiger zu Saisonbeginn aus.
Prognose: Qualitativ ist Wolfsburg ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Ein Platz unter den Top Sechs zu erreichen, wird dennoch eine große Aufgabe sein. Die Konkurrenz hat sich besser verstärkt als die Grizzly Adams.
Hamburg Freezers
In einer Kategorie sind die Freezers schon Spitze: Mit 1.462 NHL-Spielen vereinen die Hamburger mehr NHL-Erfahrung auf sich als die in dieser Rangliste zweitplatzierten Nürnberger und Kölner zusammen. Gleich vier Profis (Westcott (34), Schubert (30), Aubin (37) und Pettinger (31)) können 200 oder mehr NHL-Spiele für sich verbuchen und auch Reid (31), Collins (34) und Roy (29) schnupperten schon NHL-Luft.
Doch die Freezers setzen auch auf junge Profis: Allen voran die Reihe mit Wolf (22), Flaake (22) und Festerling (26) ist nach der furiosen Vorsaison weiterhin ein wichtiger Baustein. Ein Ausrufzeichen konnten die Freezers bereits mit zwei Siegen in der European Throphy gegen Meister Berlin setzen. Im Tor war dabei Neuzugang und DEL-Rückkehrer Dimitrij Kotschnew (31) sicherer Rückhalt.
Prognose: Viel Erfahrung, eine gute Mischung - die Freezers zählen zum Kreis der Geheimfavoriten. Nach dem Viertelfinal-Einzug im Vorjahr wird von Coach Benoit Laporte und seiner Mannschaft aber auch wieder mehr erwartet. Ein Platz unter den Top Sechs und das Halbfinale sind legitime Ziele.
Hannover Scorpions
Nach dem Bruch zwischen Mannschaft und Trainer Toni Krinner übernimmt nun Igor Pavlov hinter der Bande - keine einfache Aufgabe. Die Abgänge wie Manning, Maki oder Hoggan konnten mit neuen Spielern wie Jass (27), Green (31) oder Ciernik (34) allenfalls gleichwertig besetzt werden. Einen Sprung nach vorn bedeuten die Transfers nicht, was angesichts der finanziellen Sorgen aber auch kaum möglich war.





