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Bei der Euro 2012 erfüllten die Spieler durch den Einzug in das Viertelfinale gegen Spanien zwar die sportlichen Verbandsziele, der Rest erinnerte doch eher an Südafrika. Die Journalisten-Beleidigung von Samir Nasri war dabei nur das i-Tüpfelchen, denn auch sonst wirkte die Equipe alles andere als harmonisch. In einer Umfrage des "Journal du Dimanche" bekannte nur noch ein Fünftel der Befragten, dass es das französische Team sympathisch finde, vor der Euro waren es noch 56 Prozent. Er wolle seinen Spielern für ihr Engagement danken, schrieb Blanc trotzdem, "auch wenn nicht immer alles perfekt war".
Eine Liebesbeziehung ohne Happy End
Blanc ließ seine Zukunft offen, zuletzt wurde er immer wieder als neuer Coach bei Tottenham oder Inter Mailand gehandelt. Gerade bei den Spurs soll er nach der Entlassung von Harry Redknapp ganz oben auf der Wunschliste stehen, in Frankreich rechnen aber viele mit einer Auszeit von Blanc.
Chancenreicher erscheinen die Anbahnungen zwischen Deschamps und dem FFF. Deschamps sieht bei seinem derzeitigen Club Olympique Marseille keine Zukunft mehr, der 43-Jährige möchte seinen Vertrag aufgrund der Sparzwänge bei seinem Club nicht erfüllen. "Es ist unmöglich, unter diesen Bedingungen zu arbeiten." Unklar ist allerdings, ob OM seinen angesehenen Trainer freigibt und der französische Verband zur Zahlung einer Ablöse von 3,5 Millionen Euro bereit ist.
Sparmaßnahmen ließen schon die Gräben zwischen Verbandsboss Le Graët und Blanc wachsen, besonders die geforderte Reduzierung des Betreuerstabs verärgerte den "Präsident" genannten früheren Abwehrchef. "Eine große Verschwendung" nannte der ehemalige Bayern-Verteidiger Bixente Lizarazu das Aus Blancs, "keiner hat den ersten Schritt gemacht. Es ist ein wenig wie in einer Liebesbeziehung, in der man als erster "Ich liebe dich" sagen muss. Keiner hat es gesagt, und man sich trennt sich."





