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Immer noch schlechtes Gewissen wegen des 3:2-Sieges in Dortmund, Herr Allofs? Unnötig, denn weder Wolfgang Stark letzte Woche, noch dieses Mal Gagelmann waren die Hauptschuldigen für den jeweiligen Ausgang der Partien gewesen. Außerdem, was hätte man Josue anderes als Rot für sein überhartes und gefährliches Einsteigen mit gestrecktem Bein geben sollen?
Wie es besser geht, machte Uli Hoeneß in München vor. Dort hatte sich Bayerns Jerome Boateng nach seinem Handspiel gegen Gladbach ebenfalls betrogen gefühlt und laut Abendzeitung erklärt: "Keine Ahnung, wie der auf die Idee kommt Elfer zu geben. Wahrscheinlich weil ich's bin." Sein Präsident entgegnete dagegen nur: "Wenn man so hingeht, muss man sich nicht wundern, wenn es Elfer gibt." So macht man das, Herr Allofs.
Düsseldorf vom Eise befreit
Überall Eiszeit, nur bei Fortuna Düsseldorf ist man dagegen im fast schon faustschen Sinne "vom Eise befreit". Die Mannschaft unterstrich, dass das 0:2 in Nürnberg nach einer englischen Woche mit sieben Punkten nur ein kleiner Ausrutscher war, den die Mannschaft ebenso wegsteckte wie Trainer Norbert Meier seinen kurz zuvor erlittenen unsanften Sturz auf den Hosenboden.
Der 2:1-Sieg über Hannover war lange nach dem Motto "zu allem bereit, aber zu nichts fähig" verlaufen, atemberaubend lediglich der in der Esprit-Arena allgegenwärtige Hustenvirus gewesen.
Kein Wunder, dass Meier laut rp-online.de schimpfte: "Mehr graue Haare kann man da gar nicht kriegen, so verantwortungslos wie einige Spieler da agiert haben." Doch dann schlugen Dani Schahin und Ken Ilsö mit ihren Treffern zu, der von uns in den Fünf Fragen prognostizierte Treffer von Mame Diouf konnte dagegen nichts mehr ausrichten. Und so entspannten sich auch Meiers zwischenzeitlich erstarrten Gesichtszüge wieder. Gnädig meinte er: "Alle haben sich verdient, dass sie Heiligabend frei kriegen."
Und das ist doch mal ein versöhnlicher Abschluss nach soviel Endzeitstimmung.





