Wenn die deutsche Mannschaft nicht schleunigst ihre Chancenverwertung verbessert, wird das Ziel Viertelfinale nicht zu erreichen sein. Gegen Gastgeber Schweden setzte es eine verdiente 2:5-Pleite, auch weil die DEB-Stürmer wieder versagten. Deutschland ist vor dem Tor das ineffizienteste Team der WM.
Dem deutschen Eishockey-Nationalteam sind bei der WM in Skandinavien von Titelfavorit und Gastgeber Schweden trotz einer über weite Strecken starken Leistung die Grenzen aufgezeigt worden. Die Auswahl von Bundestrainer Jakob Kölliker war beim 2:5 (1:1, 1:2, 0:2) wie so oft gegen die eiskalte Effizienz der Skandinavier machtlos.
Für Deutschland war es im 34. WM-Spiel gegen die Schweden die 30. Niederlage. Durch die dritte Pleite im vierten Spiel der diesjährigen WM nur 24 Stunden nach dem ebenfalls unglücklichen 0:2 gegen Rekordchampion Russland muss Deutschland nun in den verbleibenden drei Partien unbedingt punkten, um das Ziel Viertelfinale zu erreichen.
Schweden führt die Tabelle souverän an
Tore von Philip Gogulla (20.) und Patrick Reimer (37.) waren zu wenig, um in der Tabelle der Gruppe B nach oben zu klettern. Mit bislang nur drei Punkten aus vier Spielen ist Deutschland Sechster in der Achtergruppe. Der achtmalige Weltmeister Schweden kann dagegen nach Toren der NHL-Stars Marcus Kruger (2.), Viktor Stalberg (27.), Erik Karlsson (29.) und Johan Franzen (48.) sowie Niklas Persson (43.) von ZSKA Moskau fast schon sicher mit der Viertelfinale planen. Mit vier Siegen aus vier Spielen führt das Drei-Kronen-Team die Tabelle an.
Den wie schon gegen Russland beherzt aufspielenden Deutschen wurden individuelle Fehler und eine mangelhafte Chancenverwertung zum Verhängnis. Bislang ist Deutschland bei dieser WM von allen 16 teilnehmenden Teams das ineffizienteste vor dem Tor. Auch in der Abwehr agierte die DEB-Auswahl einige Mal unsicher. Früh ließen die deutschen Verteidiger Dennis Endras im Tor im Stich. Nach nur 77 Sekunden vollendete Kruger aus Chicago, weil der schwedische Sturm gleich dreimal nachsetzen durfte. Endras hatte von Kölliker diesmal wieder den Vorzug vor Dimitrij Kotschnew erhalten, der am Vorabend im Tor gestanden hatte.





