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Cornerback Jonathan Joseph zeigte dabei eindrucksvoll, wie man einen Pass des gegnerischen Quarterbacks abfängt und zum Touchdown zurückträgt. Und Matt Schaub demonstrierte erneut, warum er mittlerweile zu den Top Ten-Quarterbacks der NFL gehört. Sinnbildlich dafür sein Touchdown zu Kevin Walter, als er Baltimores heranrauschendem Defense Tackle Haloli Ngata mit einem lockeren Schritt zur Seite auswich, dabei nie den Blick von seinem Wide Receiver nahm und diesen dann mustergültig bediente. Ich lege mich fest - und lasse dann Las Vergas vielleicht doch nicht links liegen: Die Houston Texans werden der AFC-Vertreter im Super Bowl sein.
Drew Brees: Der Duracell-Hase der NFL
Seit seiner Ankunft bei den New Orleans Saints läuft und läuft und läuft Drew Brees: In keiner der seitdem vergangenen sechs Spielzeiten in der NFL weniger als 4388 Yards Raumgewinn erzielt, auch unter 26 Touchdowns macht es der Quarterback nicht mehr.
Seinem Rekord vom 5. Spieltag, als er Johnny Unitas mit einem Touchdown-Pass im 48. Spiel in Folge überholte, ließ er beim 35:28 bei den Tampa Bay Buccaneers wieder einmal ein Spiel mit vier Touchdown-Pässen folgen. Diese vier waren keiner zu wenig, endete die Partie doch mit einem vermeintlichen Ausgleichs-Pass der Bucs, der jedoch aberkannt wurde. Doch dazu mehr in den Flops.
Eli Manning: Die letzte Schlacht gewinnt immer er
Zwei Interceptions geworfen? Vergeben! So schnell geht das in New York, Mark Sanchez. Achso, man muss natürlich Spiele gegen Divisionsrivalen gewinnen. So wie Eli Manning beim 27:23 gegen die Washington Redskins. 1:13 Minuten zeigte die Uhr genau, als der Quarterback der New York Giants beim dritten Versuch weit in der eigenen Hälfte seinen Wide Receiver Victor Cruz mit einem Traumpass über 40 Yards so gut bediente, dass jedes Football-Lehrvideo diesen aufnehmen müsste. Und so bleiben die Giants souveräner Erster in der NFC East.
Carolina Panthers: Neue Wege des Misserfolges
Die letzte NFL-Saison schlossen die Carolina Panthers mit neuem Headcoach Ron Rivera und neuem Quarterback Cam Newton mit einer 6:10-Bilanz ab, nachdem im Jahr zuvor ein 2:14 für das Recht auf den ersten Draftpick geführt hatte. Besonders Newton sammelte für seine Rookie-Saison Auszeichnungen und Anerkennung ab. Die Panthers, so glaubte auch ich, sind auf dem Weg zurück an die Spitze. Aber langsam und nicht in dieser Saison.
Ende Oktober 2012, nur zehn Monate nach dem Ender der Spielzeit 2011, sind aus den Panthern zahme Kätzchen geworden - ein Sieg steht fünf Niederlagen gegenüber. Und Newton befindet sich mitten in der Krise, die viele Spieler im zweiten Jahr zu erwischen scheint. Zum Glück gibt es bei den Panthers noch kühl denkende Köpfe, die die nötigen Konsequenzen zu ziehen wissen.
General Manager Marty Hurney musste seinen Hut nehmen. Der Mann ist seit 1998 in Charlotte tätig, darf sich als größten Erfolg die Super Bowl-Teilnahme 2003 aufschreiben und wirkt als Bauernopfer sehr willkürlich. Nein, man sollte nicht Ron Rivera entlassen. Man sollte aber auch nicht mitten in einer Saison den Manager feuern, der dafür verantwortlich ist, dass es im letzten Jahr bergauf ging. Der Weg an die Spitze ist auch und gerade in der NFL durch Rückschläge gekennzeichnet. Das ist doch - und da zitierte ich Carolinas Defensive End Charles Johnson: "Bullshit", wie Johnson auf twitter.com feststellte.





