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Wie schon gegen Lokalmatador Murray im Halbfinale hatte der Mann aus Basel die Mehrheit der 17.800 Zuschauer in der ausverkauften Arena auf seiner Seite - und er legte los, als merke er nichts von einem langen Jahr in seinen Knochen: Nach acht Minuten stand es 3:0 für den Fed-Express. Doch dann kämpfte sich Djokovic in die Partie.
Der Australian-Open-Champion wirkte zum Saison-Endspurt wieder erstaunlich frisch und machte seinem Ruf als Mann für die Big Points - der Djoker mit den Nerven wie Drahtseile - alle Ehre. Erst vor einer Woche hatte er Federer wieder als Nummer eins der Weltrangliste abgelöst und behauptet die Führung damit wie in der Vorsaison zum Jahresende.
Djokovic: Unschlagbar, wenn er den ersten Satz gewinnt
Djokovic gelang das Rebreak zum 2:3 und von da an begann ein hochspannendes und hochklassiges Endspiel. Djokovic konnte Federer dann zum 5:4 erneut das Service abnehmen, kassierte aber prompt einen Aufschlagverlust, er stürzte, musste sich Schürfwunden am Ellbogen behandeln lassen, um dann in einem dramatischen Tiebreak schließlich seinen insgesamt dritten Satzball zu nutzen.
Federer vergibt zwei Satzbälle
Federer schlug zwar sofort mit einem Break zum 1:0 im zweiten Durchgang zurück - angepeitscht von seinen zahlreichen Fans in der Halle. Diesen Vorteil konnte er aber im zweiten Durchgang wieder nicht halten - bei 5:4 und 40:15 vergab er sogar zwei Satzbälle. Der Serbe war am Ende der Nervenstärkere der beiden und spielte nahezu fehlerlos. Er verwandelte nach 2:14 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball mit einem Rückhand-Longline-Passierball.
Rekordchampion des Turniers der acht Saisonbesten bleibt Federer mit sechs Titeln (2003, 2004, 2006, 2007, 2010 und 2011) - hinter ihm folgen in der ewigen Bestenliste Ivan Lendl und Pete Sampras (je fünf).





