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Djokovic schlägt schwachen Federer
Doch um diesen Roland Garros-Rekord aufstellen zu können, muss er erst einmal an Novak Djokovic vorbei. Der Weltranglistenerste träumt von einem ganz persönlichen Rekord, dem Djoko-Slam. Als erst dritter Tennisprofi überhaupt nach den Ikonen Donald Budge (1938) und Rod Laver (1962 und 1969) will er alle vier Grand-Slam-Titel auf einmal halten.
Den Grundstein dazu legte Djokovic in der Neuauflage des letztjährigen Halbfinal-Krimis gegen Roger Federer. Damals hatten sich beide Kontrahenten einen epischen Krimi geliefert, an dessen Ende sich Federer durchsetzte. Diesmal war das Aufeinandertreffen der beiden deutlich weniger spannend und der Sieger hieß am Ende mit 6:4, 7:5, 6:3 Djokovic. Die Partie war intensiv, aber keinesfalls hochklassig. Das lag zum einen am nasskalten Wetter, zum anderen an Federer.
Der hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Sein ansonsten so gutes Auge ließ ihn einige Male im Stich, Bälle, die er schon ins Aus hatte fliegen sehen, senkten sich doch noch ins Feld. Zudem ließ er sich satte sieben Mal im Verlauf der Partie seinen Service abnehmen und produzierte insgesamt 46 Unforced Errors.
Federer gelang zum 3:2 das erste Break, allerdings kassierte der Roland-Garros-Sieger von 2009 prompt das Rebreak und Djokovic durchbrach das Service des Schweizers erneut zum 6:4. Im zweiten Satz lag der 30-jährige Schweizer sogar schon mit Doppelbreak 3:0 und noch mit 5:4 in Front, fing sich aber insgesamt unerklärliche vier Aufschlagverluste ein.
Djokovic, der vor allem in den Big Point-Momenten deutlich cooler und konzentrierter agierte, verbuchte nur 17 Unforced Errors das war letztlich der Schlüssel zum Sieg, den bezeichnenderweise nach 2:05 Stunden auch ein Returnfehler seines Gegners besiegelte.





