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Djokovic drehte den Satz noch, wurde selbst immer stärker, so dass sich eine phasenweise hochklassige Partie auf Augenhöhe entwickelte. Denn auch Wawrinka hatte seine Schwächephase überstanden, minimierte seine Fehlerzahl wieder und hielt dagegen, konnte aber nicht verhindern, dass Djokovic sich das Break zum 4:5 holte und mit eigenem Service auch den dritten Satz zu seinen Gunsten beendete.
Breaks, geschweige denn nur Breakchancen, waren im vierten Durchgang Mangelware. Beide Kontrahenten dominierten ihre Aufschlagspiele, so dass der Tiebreak entscheiden musste. Dort konnte sich Wawrinka neben seinem Service vor allem auf seine Rückhand verlassen. Den entscheidenden Punkt zum Satzausgleich setzte er nach einer langen Rallye allerdings mit der Vorhand. Beflügelt von seinem ersten Tiebreakgewinn gegen Djokovic überhaupt nach zuvor sechs vergeblichen Versuchen breakte der Schweizer den Serben gleich zu Beginn des fünften Satzes, kassierte aber prompt das Rebreak.
Am Ende auch eine Frage der mentalen Stärke
Mehr und mehr war beiden Spielern die Müdigkeit anzumerken. Mehrmals ließ sich Wawrinka bei den Seitenwechseln vom Physio die Oberschenkel durchkneten. Aber nicht nur körperlich, sondern auch mental war der Verschleiß deutlich sichtbar, was sich vor allem auch bei der gestiegenen Fehlerquote bei den Big Points zeigte. Bei 4:4 vergab Wawrinka gleich vier Breakbälle.
Der Entscheidungssatz wogte bis zum 11:10 für Djokovic hin und her, zwei Matchbälle konnte der Schweizer abwehren, den zweiten mit einer krachenden Rückhand die Linie entlang. Mit einer unfassbaren Rückhand-Cross versuchte er sich dann auch beim dritten zu befreien, doch Djokovic fand die passende Antwort, der ihm den Einzug ins Viertelfinale der Australian Open bescherte. Der Gegner dort: Tomas Berdych, der Kevin Anderson mit 6:3, 6:2, 7:6 aus dem Turnier geworfen hatte.





