Es gibt immer wieder Personen, die im Fußball einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben oder den Sport sogar verändert haben. Heute berichten wir von Spielern und auch einem Funktionär, die dem Fußball ihren Stempel aufgedrückt haben. Freuen Sie sich auf Franz Beckenbauer, Ferenc Puskás und Co.
Franz Beckenbauer
Den meisten jungen Fußball-Fans der heutigen Zeit begegnet der Name Franz Beckenbauer nur, wenn er zu einem den FC Bayern München, die Nationalmannschaft oder Gott und die Welt betreffenden Thema gefragt wird und Beckenbauer natürlich auch gerne bereit ist, seine Meinung zu allem und jedem zu äußern.
Aber, lieber Fußball-Anhänger, der Franz war auch einmal einer der besten Fußballer aller Zeiten - worin vielleicht auch die Tatsache begründet liegt, dass er heute immer noch ständig nach seiner Meinung gefragt wird - und er hat zu seiner aktiven Zeit der Position des Liberos ein neues Gesicht verliehen.
Als Franz Beckenbauer als 18-Jähriger 1964 für den FC Bayern München in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga debütierte, spielte er entweder Linksaußen oder im Mittelfeld. Erst 1969 wechselte er auf den Libero-Posten, den er aber anhand seiner zuvor offensiven Positionen auch dementsprechend interpretierte. Eigentlich war der Libero - der freie Mann in der Abwehr - ein Ausputzer, der die Fehler seiner Mitspieler ausbügeln musste.
Erst durch Beckenbauer gewann die Position auch einen offensiven Aspekt hinzu und neben dem Feuerwehrmann in der Abwehr war der Libero nun auch Antreiber und Spielgestalter. Vor allem das Zusammenspiel zwischen Libero Beckenbauer und Mittelstürmer Gerd Müller stellte den Gegner vor große Probleme und sorgte sowohl für den FC Bayern als auch die deutsche Nationalmannschaft für zahlreiche Titel.
Dadurch, dass heute meist mit einer Viererkette agiert wird, gibt es einen Libero so gut wie gar nicht mehr. Erst 2004 feierte die Position dank Otto Rehhagel eine Rennaissance, als er mit der griechischen Nationalmannschaft und dem Libero Traianos Dellas hinter der Vierer-Abwehrkette den Europameistertitel gewann.
Toni Schumacher
So manchen wird der Name Toni Schumacher hier überraschen, ist er doch heute als Vize-Präsident des 1. FC Köln meist nur gefragt, wenn eine Meinung zum Club gesucht wird, doch zu seiner aktiven Zeit war Schumacher einer der besten Torhüter der Welt und hatte einen persönlichen Stil, der damals neu war, aber heute unter anderem den modernen Torwart ausmacht: Der weite Abwurf.
Die Tatsache, dass Schumacher den Ball lieber mit einem Abwurf als mit einem Abschlag an den Mann brachte, lag zwar in einer Knieverletzung begründet, aber Schumacher perfektionierte den langen Abwurf, der einen schnellen Angriff einleitete. Er trainierte mit Medizinbällen, um den Fußball weiter schleudern zukönnen. Was heute zum modernen Torwartspiel à la Manuel Neuer gehört, wurde von Schumacher Ende der 70er Jahre beinahe unbemerkt hoffähig gemacht.





