Die Bundesliga-Rückrunde nähert sich mit großen Schritten und die Gerüchteküche nimmt noch einmal ordentlich Fahrt auf. Mittendrin der FC Bayern, Borussia Dortmund und Schalke 04. sportal.de gibt einen aktuellen Überblick.
Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt steht laut Medienberichten auf dem Wunschzettel des FC Bayern München. Nach der Verpflichtung des Mainzers Jan Kirchhoff richtet sich der Fokus der Bayern auf das nächste deutsche Talent. Wie die Bild berichtet, seien sich Sportdirektor Matthias Sammer sowie Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß darin einig, Bemühungen um Sebastian Rode anzustrengen.
Eintracht will Rode nicht abgeben
Frankfurt-Chef Heribert Bruchhagen schloss zuletzt einen Transfer aus: "Er ist so wichtig, dass jedes noch so hohe Angebot in keinem Verhältnis steht zu dem wirtschaftlichen Risiko, wenn wir ein zweites Mal absteigen würden. Und deswegen geht er 2014 gegebenenfalls ablösefrei." Rode selbst äußerte sich im Trainingslager in Abu Dhabi zurückhaltend: "Bis 2014 ist noch lange hin, ich mache mir keinen Kopf, das ist nicht gut für meine Leistung."
Tymoshchuk will weg
Der Platz im defensiven Mittelfeld beim FC Bayern ist ohnehin bereits sehr eng, weshalb Anatoliy Tymoshchuk auch Gerüchte über seinen vorzeitigen Abschied forciert. Außenverteidiger Rafinha will hingegen beim Verein bleiben. "Ich weiß noch nicht, ob ich im Februar noch hier bin", zitiert der kicker Tymoshchuk, der bei den Bayern nur Ersatz ist. Der Vertrag des Ukrainers, der in dieser Saison noch keine Bundesliga-Partie durchspielte, läuft zum Saisonende aus. Bleiben möchte hingegen Rafinha, der hinter Philipp Lahm auf der Position des Rechtsverteidigers nur zweite Wahl ist. "Das ist ein toller Klub. Ich möchte hier nicht weg", so der Brasilianer.
Schalke 04 bekommt Sidney Sam nicht
Sidney Sam von Bayer 04 Leverkusen, der zuletzt mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht wurde, wird auch in der Rückrunde Spieler des Werksklubs bleiben. Bayer-Sportchef Rudi Völler schließt einen Wechsel des Flügelspielers kategorisch aus. "Sidney ist ein ganz wichtiger Baustein in der Rückrunde für uns. Diese Entscheidung ist alternativlos", zitiert der Kölner Stadtanzeiger Rudi Völler. Laut Medienberichten habe zuvor der FC Schalke 04 Interesse am 24-Jährigen bekundet. In der Hinrunde absolvierte Sam, der seit 2010 bei den Leverkusenern unter Vertrag steht, verletzungsbedingt nur sechs Bundesligaspiele und erzielte dabei drei Tore.
Tottenham Hotspur zeigen Interesse an Son
Lewis Holtby wechselt zur neuen Saison von Schalke 04 zu Tottenham Hotspur. Die Spurs schauen sich aber in der Bundesliga weiter um und sollen nun an Heung Min Son vom Hamburger SV interessiert sein. Für den Koreaner müssten die Londoner allerdings einen zweistelligen Millionenbetrag zahlen. Wie die Bild berichtet, soll Son bei den Spurs Flügelspieler Aaron Lennon Konkurrenz auf der rechten Angriffsseite machen.
Für Son, der beim HSV noch bis 2014 unter Vertrag steht, müsste der Tabellendritte der Premier League allerdings rund zehn Millionen Euro Ablösesumme bieten. Der Südkoreaner kam in dieser Saison zu bisher 16 Bundesligaeinsätzen, in denen er sechs Tore erzielte.
BVB verwundert über viele Transfergerüchte
Täglich sieht sich der deutsche Meister Borussia Dortmund mit Transfergerüchten konfrontiert. Die BVB-Verantwortlichen streiten die Meldungen ab. Eine Rückkehr von Nuri Sahin, ein Transfer Adam Szalais vom FSV Mainz 05, ein Wechsel des Franzosen Loic Remy oder zuletzt die mögliche Verpflichtung von Edin Dzeko: die Liste der vermeintlichen Zugänge wird immer länger. Die ständigen Gerüchte und Unterstellungen verwundern den BVB-Vorstand.
"Mittlerweile werden die Spieler im Stundentakt zu uns geschoben. Das ist wirklich phänomenal", sagte Michael Zorc zu dem Trend. Die zunehmende Finanzkraft des in den letzten Jahren gut wirtschaftenden Vereins sei der Hauptgrund. "Wahrscheinlich müssen wir in der nächsten Zeit permanent mit solchen Spekulationen leben. Ich glaube, es gibt mittlerweile keinen Spieler von Borussia Dortmund mehr, der nicht schon woanders gehandelt wurde. Und keinen mehr, der nicht auf dem Weg nach Dortmund war", kommentierte Hans-Joachim Watzke die Situation.
VfB Stuttgart sucht einen Stürmer
Manager Fredi Bobic hat das Trainingslager des VfB Stuttgart in Belek bereits verlassen - er ist auf der Suche nach einem "möglichst vielseitigen Stürmer" (Bruno Labbadia). Erster Kandidat ist offenbar Ishak Belfodil. Der 20 Jahre alte Franzose mit algerischen Wurzeln ist als Linksaußen und Mittelstürmer einsetzbar. Für den AC Parma hat er in dieser Saison bei 17 Einsätzen in der italienischen Serie A sechs Tore (vier Vorlagen) erzielt.
Julian Schieber will sich beim BVB durchsetzen
Laut kicker soll der VfL Wolfsburg nach der Verpflichtung von Ivan Perisic mit Julian Schieber an einem weiteren Spieler von Borussia Dortmund interessiert sein. Doch der Ex-Stuttgarter gab dem VfL nun einen Korb. Wie der kicker berichtet, soll der VfL Wolfsburg an einer Verpflichtung von Julian Schieber interessiert sein. Schon beim 1. FC Nürnberg arbeitete der neue Wolfsburger Trainer Dieter Hecking erfolgreich mit dem Angreifer zusammen.
Fenerbahce interessiert an Marko Arnautovic
Kaum spielt Marko Arnautovic bei Werder Bremen seine erste gute Bundesliga-Saison, stehen die Interessenten auch schon Schlange. Wie türkische Medien berichten, hat Fenerbahce den Angreifer beobachtet und erwägt, ein hochdotiertes Angebot zu machen. Nachdem zuletzt Interesse des VfL Wolfsburg kolportiert wurde, soll nun auch der türkische Spitzenklub Fenerbahce den Österreicher ins Visier genommen haben. Wie die Zeitung Habertürk berichtet, hat Fenerbahces Trainer Aykut Kocaman den Angreifer beim Tuttur Cup im türkischen Belek beobachten lassen. Fenerbahce will nach einer enttäuschenden Hinrunde im großen Stil investieren. Laut Habertürk seien bei Arnautovic 15 Millionen Euro als Ablösesumme im Gespräch.
