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Die Partie wurde zu einer sportlichen Machtdemonstration allererster Güte. Was sich bei der Partie in Wembley schon angedeutet hatte an Tempo, Präzision und Positionswechsel funktionierte nun bereits mit fast traumwandlerischer Sicherheit, auf dem Rasen wurden die Sowjets regelrecht vorgeführt. Die Pressestimmen waren dementsprechend: Als "Wunderteam" wurde die Mannschaft in Belgien gehandelt, für die LEquipe war Netzer der beste Spieler des Kontinents, die Times erklärte, die Russen seien geistig und technisch ausgespielt worden. Deutschland gewann das Finale mit 3:0, ein Ergebnis, dass dem Gegner fast etwas schmeichelte.
Am Ende und Höhepunkt dieser Entwicklung der Mannschaft von Schön stand der Weltmeistertitel im eigenen Land 1974. Ob sich eine solche Entwicklung wiederholen kann? Warum nicht? Unter Jogi Löw hat die deutsche Mannschaft einen Spielstil entwickelt, der international wieder viel Anerkennung genießt. Und so gesehen ist die DFB-Auswahl schon mit spielerisch deutlich schwächeren Auftritten zu Titelehren gekommen.
Olaf Edig





