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Bei den Versuchen ihn auf dem Flügel beginnen zu lassen, enttäuschte van Persie jedoch in der Vorbereitung. Etwas besser kommt der Spieler des Arsenal Football Club als hängende Spitze zurecht. Allerdings würde das bedeuten, Wesley Sneijder müsste auf den Flügel ausweichen (für Ibrahim Afellay). Damit würden die Niederländer jedoch ihren Schlüsselspieler in eine im wahrsten Wortsinne weniger zentrale Rolle bringen. Wesley Sneijder ist das Uhrwerk der Niederländer. Im ersten Spiel der Gruppe B bei der EM gegen Dänemark wusste er durch diagonale Pässe in die Schnittstellen, gezielte Seitenwechsel und Tempodribblings zu gefallen und war bester Spieler seines Teams.
Sneijder spielte die meisten Pässe (62 Pässe, der nächsthöhere Wert 55) und kreierte die meisten Chancen (10, der nächsthöhere Wert 5) seines Teams im Spiel gegen Dänemark (Quelle: zonalmarking.net). Sneijder Pass auf Klaas-Jan Huntelaar, den der eingewechselte Schalker nicht nutzen konnte, war eine der besten Möglichkeiten der Holländer in der zweiten Spielhälfte und dazu eine Augenweide.
Die Huntelaar-Diskussion - Das Fazit:
Bert van Marwijk wird seinen Schlüsselspieler wohl nicht aus dem zentralen offensiven Mittelfeld abziehen. Am ehesten verzichtbar scheint Ibrahim Afellay, der verletzungsbedingt keine gute Saison hinter sich hat und der unauffälligste Offensivspieler gegen Dänemark war. Doch wie gesagt, Robin van Persie tat sich zuletzt auf dem Flügel schwer und sollte Bert van Marwijk nicht Stürmer gegen Stürmer tauschen, ist wohl damit zu rechnen, dass Klaas-Jan Huntelaar erneut zunächst auf der Bank Platz nehmen darf.
Die Flexibilität der Niederländer
Wenn man das niederländische Team kritisiert, dann sollte man bedenken, dass Oranje Boven immerhin 28 Torschüsse gegen Dänemark aufbieten konnte und zum Teil nur knapp (Pfostentreffer von Arjen Robben) am Torerfolg scheiterte. Dennoch waren einige typische und einige untypische Eigenschaften des holländischen Spiels zu beobachten. Zum einen das relativ vorhersehbare Angriffsspiel der Niederländer, zum anderen das ausbleibende Pressing - und untypisch: fehlende Aggressivität im Mittelfeld. Beginnen wir mit dem wenig flexiblen Angriffsspiel.





