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Gründe für diese Pleiten gibt es sicher viele: Hoher Lebensstandard, falsche Beratung bei Investitionen oder unerwartet hohe Steuerzahlungen. Gerade das Denken, der Brutto-Verdienst wäre gleich Netto bricht vielen Spielern das Genick, wie Berater Jack Bechta in der National Football Post berichtet. Aus einer MIllionen US-Dollar werden so schnell 600.000.
So wird die Verwunderung ob dieser Millionenverluste relativiert. Dazu kommt, wie Bechta weiter erzählt, dass der Gehaltscheck oft sofort an den Finanzberater weitergeleitet wird, die Spieler also gar nicht wissen, wieviel sie wirklich verdienen. Und man darf nicht vergessen, dass NFL-Spieler schon in der High School Stars waren und sich zumindest um Vergünstigungen von Fanseiten keine Gedanken machen musste. Sie waren Helden in ihrer High School, im College und der NFL - und gewohnt, dass sie vieles umsonst bekamen.
Die große finanzielle Leere nach der NFL
Nach der aktiven Karriere beginnt jedoch meist der Ernst des Lebens. Die Raten für das Haus, die mit sechsstelligen NFL-Zahlungen locker bestritten werden konnten, werden auf einmal unbezahlbar. So ist es laut Jordan Babineaux von den Tennessee Titans vorsichtiger Schätzung gegenüber beaumontenterprise.com für einen Spieler, der rund eine Millionen im Jahr kassiert, durchaus üblich, Raten in Höhe von 7000 US-Dollar auf sein Haus aufzunehmen.
Die drei Autos in der Garage benötigen ebenfalls Unterhalt. Und wo wir schon bei dem Stichwort sind: Im Worst Case gibt es auch noch einige Kinder aus verflossenen Beziehungen, denen ebenfalls zu Recht ein Stück vom Kuchen zusteht. In T.O.s Fall gibt es sogar vier verschiedene Kinder von vier verschiedenen Frauen.
Sapp weiter in Lohn und Brot
Während T.O. seine Schulden per NFL-Gehaltscheck abzuzahlen gedenkt und auf die Beschäftigung bei den Seahawks hoffen kann, musste Warren Sapp zwar seine 240 Turnschuhe umfassende Sammlung versteigern lassen, kann aber auf regelmäßiges Gehalt vom NFL-Network setzen. Denn der ligaeigene TV-Sender zog inmitten der Pleitemeldungen eine Option auf ein weiteres Jahr mit Sapp. Der verdient nun laut NBC immerhin 45.000 US-Dollar im Monat - vor Steuern.
Aber das wird Sapp nun sicher wissen. Babineaux weiß dies bereits während seiner noch andauernden Karriere: "Man muss sich immer daran erinnern, dass dies nicht für die Ewigkeit ist", zitierte ihn beaumontenterprise.com. Damit hat er vielen derzeitigen und ehemaligen NFL-Akteuren Einiges voraus.





