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Sammer ist als ein Verfechter der (langfristigen) Nachwuchsarbeit bekannt. Beim DFB war er, neben dem Posten des Sportdirektors, seit 2010 ebenfalls als Nachwuchskoordinator zuständig und setzte sich für die ganzheitliche Ausbildung junger Fußballer und die Verbesserung der Infrastruktur zur Talentförderung ein.
Nun soll Sammer also seine Ideen beim FC Bayern verwirklichen und dem Verein wieder den Erfolg bringen, der quasi in der Vereinssatzung festgeschrieben steht und den man in den vergangenen Jahren so schmerzlich vermisste. Aber Sammer und der FC Bayern? Kann das gut gehen?
Dickkopf Sammer als Leithammel
Sammer gilt als ein Dickkopf, nicht unähnlich einem Louis van Gaal, der zwar kurzfristig sehr erfolgreich war, letztlich aber am Machtkampf mit Rummenigge und Co. scheiterte. Der FC Bayern holt sich also erneut einen Lautsprecher ins Haus, der eine feste Philosophie verfolgt und der notfalls bereit ist, dafür über sprichwörtliche Leichen zu gehen.
An der Fachkompetenz von Matthias Sammer zweifeln wohl die wenigsten. Daran ob sich die Lautsprecher Hoeneß, Rummenigge und Sammer aber vertragen sehr wohl. Bereits als Spieler ging Sammer eisern und oft einsam seinen Weg. In seiner Zeit als DFB-Sportdirektor lieferte er sich zeitweise heftige Kompetenzdebatten mit Teammanager Oliver Bierhoff und Bundestrainer Jogi Löw um die Ausrichtung des DFB und dessen Jugendabteilungen und U-Nationalmannschaften.
Sammer stellt jedenfalls das krasse Spiegelbild zu Christian Nerlinger dar, der letztlich weniger an der Qualität seiner eigenen Arbeit gescheitert ist, sondern viel mehr an dem Anspruch, den die Nachfolge eines Uli Hoeneß mit sich bringt. Man traute es Nerlinger wohl nach zwei titellosen Jahren einfach nicht mehr zu, eine ähnliche Ära zu prägen. Zu uncharismatisch und zu hölzern kam er oftmals daher. Sammer soll nun also genau das leisten.





