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DHB-Auswahl mit doppelter Unterzahl
Nur zwölf Gegentreffer in einer Halbzeit gegen Spanien sprachen für eine starke Abwehrleistung und Roggisch erklärte dem ARD Field-Reporter in der Halbzeit, dass er eine Menge Spaß habe. In doppelter Unterzahl musste die DHB-Auswahl beginnen und kassierte schnell den 15:17-Rückstand und eine Zeitstrafe gegen Kneer (35.). Es war die erste kritische Phase für Deutschland.
Das Team ließ sich in der Defensive ein wenig aus der Ruhe bringen und nahm im Angriff zu viele schnelle Würfe, mit denen Sierra keine Probleme hatte. Doch das Team kämpfte, biss sich zurück ins Match und kam durch Christophersen sowie Theuerkauf zum 19:18 (42.) - Heinevetter hatte indes bereits zehn Paraden auf dem Konto.
Weiterhin lieferten sich beide Teams ein packendes Duell, in dem auch den Spaniern keine Tore aus zehn Metern geschenkt wurden. Mit einem Tor Rückstand ging die deutsche Auswahl in die letzten zehn Minuten (21:22), zuvor hatte sich Roggisch die zweite Zeitstrafe geleistet. Aguinagalde bestrafte dies mit dem 23:21 und ließ das 24:21 folgen.
Verpasste Chancen plus zu viele Zeitstrafen
In dieser Phase verspielte Deutschland das mögliche Halbfinale. Julen Aguinagalde traf zum 25:21 und ein Stürmerfoul der Deutschen später war das Match praktisch entschieden (55.). Heuberger hatte von einem Lernprozess gesprochen und gerade die letzten Minuten, in denen der Sieg deutlich wurde, werden dem neu aufgestellten Team einige wichtige Erfahrungen bringen.
Heuberger probierte in der Schlussphase zwar alles, brachte den siebten Feldspieler. Doch Spanien agierte zu abgekocht, um sich in eigener Halle noch um den Sieg bringen zu lassen. Eine zu schwache Wurfquote gab am Ende den Ausschlag, zudem leistete sich das Team zu viele Zeitstrafen.





