Das Aus bei den Olympischen Spielen ist abgehakt und Handball-Nationalcoach Martin Heuberger nutzte nun die Gunst der Stunde, um beim Testspiel gegen Island drei Debütanten zu testen. Die schlugen sich beim 33:22-Erfolg beachtlich - unter Neu-Kapitän Oliver Roggisch war jedoch Patrick Groetzki bester Werfer.
Im ersten Spiel nach dem Olympia-Aus haben die deutschen Handballer einen Prestigeerfolg gefeiert. Ohne sieben EM-Spieler besiegte die umgekrempelte Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in Mannheim den Olympia-Zweiten Island mit 33:22 (16:13).
Vor 7.612 Zuschauern in der SAP Arena gaben in dem flotten Spiel Hendrik Pekeler, Johannes Sellin und Maximilian Holst ihr Debüt in der Nationalmannschaft. Bundestrainer Martin Heuberger setzte zudem auf zahlreiche Rückkehrer. Bester deutscher Werfer jedoch war Stammspieler Patrick Groetzki (6).
Ziemer ersetzt Heinevetter
Die Talenteschau wurde unmittelbar vor der Partie um einen weiteren Spieler bereichert. Der Balinger Torhüter Martin Ziemer rückte kurzfristig ins Aufgebot, da Silvio Heinevetter von den Füchsen Berlin wegen einer Erkältung geschont wurde. So trat die DHB-Auswahl gleich ohne sieben Spieler aus dem Kader an, der jüngst bei der EM in Serbien Platz sieben belegt und die Olympia-Teilnahme verpasst hatte.
Neben Heinevetter fehlten die verletzten Holger Glandorf und Michael Haaß. Zudem verzichtete Bundestrainer Martin Heuberger auf die Kieler Dominik Klein und Christian Sprenger, die mit dem deutschen Rekordmeister zeitgleich in der Champions League bei Wisla Plock in Polen spielten, sowie Christoph Theuerkauf. Der bisherige Kapitän Pascal Hens war nach der EM zurückgetreten und soll voraussichtlich im Herbst mit seinem 200. Länderspiel in Hamburg verabschiedet werden.





