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Deutsche Abwehr überfordert
Dass aber vor allem die deutsche Abwehr einfach nicht WM-tauglich ist, zeigte sich nur drei Minuten später: Bei einem flüssigen Angriff stand Krajicek am langen Pfosten völlig frei und musste den Puck nur noch einschieben. Die ganze Hilflosigkeit vor allem des Mannheimer Abwehrduos Nikolai Goc und Denis Reul manifestierte sich in Gegentor drei, als Goc einen Querpass von Martin Erat selbst ins Tor schoss.
Dass es nicht schon nach den ersten 20 Minuten ein Debakel zu betrauern gab, lag an Endras. Gegen Norwegen war der Schlussmann zweimal völlig entnervt vom Eis gefahren und nun offenbar motiviert, es besser zu machen. Mit einigen Weltklasseparaden hielt Endras den Schaden zunächst in Grenzen. Dennoch standen einige deutsche Cracks in der Drittelpause noch minutenlang ratlos an der eigenen Bande.
Ungläubig, sprachlos und konsterniert verfolgten Spieler und Trainer auf der deutschen Bank den weiteren Verlauf des einseitigen Duells. Von einem Aufbäumen war keine Spur, im Gegenteil: Krajicek konnte in aller Ruhe aufs Tor schießen, Koukal fälschte erfolgreich ab. Beim 1:5 blamierten sich die Cracks des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) sogar in Überzahl, Stanley-Cup-Sieger Kreijci traf souverän. Damit nahm die Demütigung endgültig ihren Lauf. Einziger winzig kleiner Lichtblick war die Endras-Parade beim Penalty von Kreijci.





