(Seite 2 von 2)
Neben den Ablösesummen belastete das Gehalt von vielen dieser Spieler das Gehaltsbudget. Der Kader wurde auf 40 Spieler aufgebläht (derzeit 25 Spieler). Mit einigen Akteuren einigte man sich auf mehr oder minder teure Vertragsauflösungen. Annan, Pliatsikas und Jurado stehen bis heute auf der Payroll der Knappen.
Der Quälix: Magaths fehlende soziale Kompetenz
Farfans Kritik zielte aber wohl weniger auf die Kompetenzen des Managers Magath, sondern auf die sozialen Kompetenzen des Trainers Magath ab. In diesem Bereich hat er tatsächlich verbrannte Erde hinterlassen. Sein Umgang mit Alexander Baumjohann und Hans Sarpei, die oft kommentarlos zwischen Kader, Tribüne und zweiter Mannschaft hin und her geschoben wurden, ist da nur eine Episode aus der Zeit des Felix Magath bei Schalke 04.
Wenn der Coach am Samstag zurückkommt, dann steht er aber weniger durch die Farfan-Aussagen unter Druck, als durch die Leistungen seiner Wölfe. Seit seiner Rückkehr nach Wolfsburg hat der 59-Jährige wieder viel Geld ausgegeben und hohe Erwartungen geweckt. Doch angesichts von nur fünf Punkten und zwei Toren nach sechs Spieltagen der neuen Spielzeit wächst die Kritik. Die ersten VfL-Fans forderten schon: "Magath raus!"
Gründe für die Krise: Verletzungssorgen und Formschwäche
Der Trainer selbst erklärt den Stotterstart unter anderem mit der Formschwäche einiger Spieler. "Nehmen wir das Beispiel Naldo. Fast jeder hat uns zu diesem Transfer gratuliert. Aber Naldo hat momentan einige Probleme in seinem Spiel. So etwas kostet Punkte, aber es kommt vor, wenn man mit Menschen zu tun hat. Da muss ich ihm helfen", sagte Magath im kicker.
Ein weiterer Punkt ist die Verletzungsmisere. "Ich hätte nach den Verletzungen von Helmes und Pilar noch einen Stürmer holen müssen. Aber es gab keine passende Lösung. Irgendein Transfer eines eher durchschnittlichen Stürmers wäre purer Aktionismus gewesen", erklärte Magath weiter. Zumindest in diesem Punkt scheint er aus seiner Schalker Zeit gelernt zu haben.





