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Der Präsident soll die Augen geöffnet haben und gesagt haben: "Welch ein Privileg lange genug gelebt zu haben, um diesen Tag mitzuerleben. Mein Gott: Benfica ist der beste Klub Europas! Einen schöneren Tag um draufzugehen kann ich mir nicht vorstellen", berichtet 11freunde.de. Nach der Rückkehr nach Lissabon legte de Brito sein Präsidentenamt - wahrscheinlich auf anraten seiner Ärzte - nieder und erlebte so den zweiten Triumph Benficas im Landesmeistercup nicht mehr live als Präsident mit.
Jean-Marc Bosman
Zum Schluss kommen wir aber noch zur Mutter aller Fußball-Revolutionen, die durch Spieler ausgelöst wurden. Jean-Marc Bosman musste dafür aber vor Gericht ziehen und erlebte die Auswirkungen erst nach seinem Karriereende. 1990 wollte Bosman seinen belgischen Club RFC Lüttich, der ihm das Gehalt nach einem Streit um 60 Prozent gekürzt hatte, Richtung zweite französische Liga verlassen, doch sein Club rief eine viel zu hohe Ablösesumme von 800.000 Dollar auf, die US Dünkirchen, wohin Bosman wechseln wollte, nicht zahlen wollte.
Bosman klagte und ihm wurde vom belgischen Gericht zugesprochen, ablösefrei wechseln zu können. Der belgische Fußballverband legte allerdings gegen dieses Urteil Berufung ein, das erste Urteil wurde aber in der Revisionsverhandlung bestätigt, gleichzeitig auch der Europäische Gerichtshof angerufen, eine einheitliche Lösung für Europa zu finden.
Das Urteil wurde erst im Dezember 1995 gesprochen und der Europäische Gerichtshof entschied, dass Clubs innerhalb der EU nach Ablauf des Vertrages für einen Spieler ab sofort keine Ablöse mehr vom neuen Club verlangen dürften. Das zweite, vielleicht noch entscheidendere Urteil für den europäischen Fußball war, dass die nationalen Fußballverbände keine Ausländerbeschränkung für EU-Bürger mehr ausüben durften.
Ein Urteil mit großer Auswirkung auch für den DFB. Durch die Aufhebung der Ausländerbeschränkung hatte es der deutsche Nachwuchs schwer, sich in den Bundesliga-Clubs durchzusetzen und als Folge erlebten die Junioren-Teams und auch die A-Nationalmannschaft einen Qualitäts-Abschwung, der erst Jahre später aufgefangen werden konnte.
Bosman hatte von dem Urteil aber nichts mehr, er musste sogar Arbeitslosengeld beantragen, was aber abgelehnt wurde. Erst Jahre später wurde ihm eine Entschädigung von 780.000 Euro Entschädigung zugesprochen.





