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Angesichts des versammelten Talents in Brasiliens Olympia-Mannschaft ist sogar der sonst so kritische Pelé zuversichtlich: "Brasilien hat alle Voraussetzungen, die Goldmedaille zu holen. Ich glaube, Neymar wird sie uns bringen."
Zuversichtlich ist auch Spanien. La Roja ist wohl die einzige Mannschaft, die Brasilien den Titel streitig machen kann. Der Welt- und Europameister ist zwar ohne die ganz großen Stars der Spitzenclubs FC Barcelona und Real Madrid angereist, hat aber auch so ein ambitioniertes Team zusammengestellt. Die Iberer verfügen über eine enorme Anzahl junger, talentierter Spieler, die nun die Chance bekommen sich aus dem Schatten der übermachtigen Generation um Xavi und Iniesta zu lösen und sich auf der olympischen Bühne zu präsentieren.
Die EM-Champions Jordi Alba (FC Barcelona), Juan Mata (FC Chelsea) und der von Bayern umworbene Javier Martinez (Athletic Bilbao) bilden dabei das Rückgrat des Teams. Borussia Mönchengladbachs Neuzugang Alvaro Dominguez und die Offensivspieler Adrian Lopez und Koke wurden in der vergangenen Saison Europa-League-Sieger mit Atletico Madrid, was ihre Klasse beweist. Torwart David de Gea konnte mit Manchester United in Englands Premier League Vizemeister werden und spielt trotz des Vorrunden-Ausscheidens in der Champions League bei einem absoluten Top-Team Europas. Zusätzlich stehen im Kader hoffnungsvolle Talente wie Iker Muniain (Athletic Bilbao) oder die Barca-Nachwuchsleute Christian Tello und Martin Montoya.
Die Elf von U21-Nationaltrainer Luis Milla könnte durch den zweiten Olympiasieg nach 1992 ein erfolgreiches Jahr zu einem perfekten machen. Nach den EM-Siegen der A-Nationalmannschaft und der U19 würde der Triumph in London erneut die Ausnahmetstellung des spanischen Fußballs beweisen. In der Gruppe trifft Spanien auf Japan, Honduras und Marokko.
Der Kampf um Bronze
Angesichts der starken Brasilianer und Spanier bleibt für die Gastgeber aus Großbritannien im Idealfall wohl nur die kleinste Stufe des Treppchens. Erstmals seit 1960 tritt wieder ein britische Auswahl an, umso größer war das Repertoire an Spielern auf die Trainer Stuart Pierce zurückgreifen konnte. Große Diskussionen gab es im Vorfeld des Turnieres vor allem um die Person David Beckhams.
Coach Pearce hatte auf den Spieler von Los Angeles Galaxy verzichtet und stattdessen Citys Micah Richards und die walisischen Routiniers Ryan Giggs (Manchester United) und Craig Bellamy (FC Liverpool) als Ü23-Spieler nominiert. Das brachte selbst einen Sir auf die Palme. "Ich dachte, Beckham wäre die erste Wahl wegen seines großen Beitrags, Olympia nach London zu holen. Aber irgendein Idiot hat anders entschieden", sagte Paul McCartney im Vorfeld der Spiele. Und einen Beckham hätte das britische Team durchaus gebrauchen können.
Neben den drei Ü23-Akteuren fällt im Aufgebot noch Daniel Sturridge vom FC Chelsea auf. Ansonsten fehlt es dem Team an erfahrenen Spielern geschweige denn Stars. Linksverteidiger Ryan Bertrand, ebenfalls von Chelsea, konnte sich im Champions-Legaue-Finale gegen den FC Bayern auf der ganz großen Bühne präsentieren, ist bei sieben Premier-League-Partien und vier FA-Cup-Einsätzen in der letzten Saison aber weit davon entfernt Stammspieler zu sein.





