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2. Der Erfolg der Kölner Haie trägt einen Namen
Von: Daniel Pietzker
Datum: 22. Oktober 2012, 10:30 Uhr
Format: Artikel
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Der Erfolg der Kölner Haie trägt einen Namen

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Ein bitterer Niedergang für einen Klub, der schon lange vor Gründung der DEL zu den Schwergewichten im deutschen Eishockey zählte. Acht Deutsche Meisterschaften (1977, 79, 84, 86-88, 95, 2002) und zu DEL-Zeiten vier weitere Finalteilnahmen und nicht eine einzige verpasste Endrunde sind die stolze Bilanz eines Clubs, der nach der Fertigstellung der riesigen Kölnarena im rechtsrheinischen Deutz auch zu den Zuschauer-Giganten des europäischen Eishockeys zählte.

Die Zuschauerzahlen gingen in den schweren Jahren zwar etwas zurück, aber auch in dieser Zeit zählte der KEC in Europa stets zu den fünf Vereinen mit der größten Anziehungskraft. Jetzt, dank der starken Leistungen der aktuellen Saison, befinden sich die Zahlen wieder in alten Dimensionen. In den sechs Heimspielen strömten im Schnitt über 13.500 Zuschauer in die Kölnarena – ein immenser Zuwachs von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorsaison, der die Phase der wirtschaftlichen Erholung weiter vorantreibt.

Der Erfolg der Kölner Haie trägt einen Namen

Verbunden ist der Aufwärtstrend auch mit der Person von Coach Uwe Krupp, der im Sommer 2011 sein Amt als Bundestrainer niedergelegt hatte, um bei seinem Heimatklub, für den er vor seinem Wechsel in die NHL auflief, den Job hinter der Bande zu übernehmen. In seinem ersten Jahr führte der gebürtige Kölner das Team auf Anhieb zurück in die Playoffs, wenngleich dort noch im Viertelfinale gegen den späteren Meister aus Berlin Schluss war.

Das soll sich dieses Jahr ändern. Schon vor der Saison war eine gewisse Euphorie im Umfeld der Haie zu spüren, denn der Klub hat seine finanzielle Talsohle mittlerweile hinter sich gelassen und den Etat im Vorfeld dieser Spielzeit um 600.000 Euro aufgestockt. Der Großteil der neuen Mittel floss direkt in die Verpflichtung hochklassiger Ausländer. So sorgten die Verantwortlichen des KEC für Aufsehen, als sie im Sommer den Wechsel des Schweden-Trios Holmqvist, Tjärnqvist und Falk bekannt gaben. Mit Chris Minard kam zudem einer der besten Torschützen der nordamerikanischen Minor-Leagues (290 Tore in 649 Spielen als Profi) an den Rhein, der zurzeit mit neun Treffern auch die Torjäger-Liste der DEL anführt.

Dazu kann Krupp auf eine deutsche Fraktion um eine Vielzahl aktueller Nationalspieler wie Philipp Gogulla, Felix Schütz oder John Tripp zählen, die schon in der Vorsaison zu den Eckpfeilern des Teams gehörte und nun gemeinsam mit den Neuverpflichtungen ein in allen Mannschaftsteilen hochklassiges und ausgeglichenes Teamgefüge bilden.

Offiziell ist der sechste Platz das Ziel der Haie, spätestens nach dem starken Saisonstart träumen in der Domstadt viele Fans schon von mehr. Und selbst sonst eher besonnene Experten geraten bei den Leistungen des derzeitigen Tabellenersten schon einmal in Schwärmen. Florian Keller, ehemaliger Nationalspieler und nun Fachmann bei ServusTV: "Was die da oben abziehen, ist unglaublich!"

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