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Da in Hamburg das Feld nun aber auf 32 Spieler verkleinert wurde, sind die Punkte noch leichter zu holen. Kohlschreiber hat am Rothenbaum noch nie überzeugt, doch nun spricht auch die Auslosung für ihn. In der ersten Runde geht es gegen Landsmann Björn Phau, anschließend geht es wohl gegen Fabio Fognini. Beide stehen außerhalb der Top 50.
Super-Ausgangsposition für Kohli
Und auch bei den US Open wird Kohlschreiber das Punkten einfacher gemacht als zuletzt. Der Deutsche wird auch dort wohl als Top-24-Spieler antreten und kann so frühestens im Achtelfinale auf einen der Top-Stars treffen. Doch würde er bis dahin kommen, hätte er schon 180 Punkte sicher. Eine gute Ausbeute. "Ich will mich nicht verrückt machen lassen, aber es ist eine Super-Ausgangsposition", gibt sich Kohlschreiber noch defensiv.
Doch der 28-Jährige hat sich bestmöglich vorbereitet, trainiert bereits seit Mittwoch in Hamburg und verzichtete dafür auf das Turnier in Stuttgart. Eine Entscheidung, die nicht überall gut ankam. "Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber fehlen hier leider, was ich persönlich nicht ganz verstehe", kritisierte Boris Becker.
Allerdings sollte man den Spielern auch zugestehen, eine eigene Planung zu machen, zumal die kommenden Wochen, zumindest für Kohlschreiber, mit den Olympischen Spielen anstrengend genug werden. Bei Florian Mayer ist das anders, er hat sich gegen einen Start in London entschieden. Er will sich stattdessen auf die ATP-Turniere fokussieren, auch er will wieder in die Top 20.
In seinem Fall wird dies allerdings schwieriger. Zwar muss er zunächst außer dem Viertelfinale in Hamburg nichts verteidigen, doch zum Jahresende 2011 feierte er mit dem Turniersieg in Bukarest und dem Viertelfinale beim Masters-Turnier in Shanghai gute Erfolge - die er nun verteidigen muss. Zumindest am Rothenbaum scheint ein erneuter Einzug in die Runde der besten Acht realistisch. Zum Auftakt trifft Mayer auf einen Qualifikanten, anschließend geht es gegen den ungesetzten Robin Haase oder Landsmann und Wildcard-Starter Matthias Bachinger.
Kriegt Mayer die dritte Laola-Welle?
Und Mayer kommt mit guten Erinnerungen zurück nach Hamburg. Vor zwei Jahren erreichte er das Halbfinale. Am Sonntag sagte er: "Ich habe in meiner Karriere zweimal eine Laola bekommen. Beide Male in Hamburg."
Mayer hatte zuletzt in Wimbledon offenbart, dass ihm die Erstrunden-Partien keinen Spaß bereiten würden. Er setze sich zu sehr unter Druck, die Favoritenrolle würde ihn belasten. Doch nach dem Viertelfinaleinzug dürften die Zweifel behoben sein. Die Grundlage für weitere Erfolge.





