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Club-Bosse bewerten Maßnahmen zurückhaltend
Doch nicht bei allen wurden die Ergebnisse der Zusammenkunft so freudig aufgenommen wie von Rauball und Friedrich. Der Präsident des VfB Stuttgart, Gerd Mäuser, wies darauf hin, dass die eigentlichen Ergebnisse erst in den nächsten Monaten erarbeitet werden müssten. Der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, begrüßte immerhin, dass die Vereine von der ersten bis zur dritten Liga nun an einem Strang ziehen würden.
"Die Politik hat uns als Hausherren gegenüber klare Forderungen gestellt", betonte er. Diesen Forderungen müsse man nachkommen, wenn man dieses Hausrecht weiter behalten wolle. Eine Kostenbeteiligung der Vereine an Polizeieinsätzen lehnte er aber klar ab. "Wir sind für die Sicherheit im Stadion verantwortlich, deshalb müssen wir dafür aufkommen. Außerhalb des Stadions liegt das nicht in unserer Verantwortung."
Kritik von Fans und Union Berlin
Von einer "Akklamationsveranstaltung" sprach dagegen Union Berlin, das das Treffen als einziger Proficlub boykottiert hatte. Der beschlossene Verhaltenskodex sei den Vereinen erst am Montag um 16.45 Uhr zugesandt worden, begründete Vereinssprecher Christian Arbeit diesen Schritt: "Bevor solch ein Kodex verabschiedet werden kann, sollten sich die Vereine zunächst auf einen Konsens einigen können. Innerhalb eines Tages ist dies nicht zu machen."
Zudem waren Abgesandte von Fan-Organisationen zu der Konferenz selbst gar nicht geladen gewesen - anders als in der Task Force Sicherheit, die vorab Empfehlungen für den Gipfel erarbeitet hatte. So tagten die Anhänger wenige hundert Meter entfernt und zeigten sich besonders von den verschärften Stadionverboten entsetzt. "Da verschlägt es einem die Sprache. Das sieht danach aus, dass die Repressalien erhöht werden", fürchtete René Lau von der Arbeitsgemeinschaft Fananwälte, "meines Erachtens ist der Gipfel für die Fans eine Katastrophe."





