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Claudio Marchisio: 4
Über weite Strecken mit starkem Pressing bei spanischem Ballbesitz. Diese Arbeit gegen den Ball war beim Sieg über Deutschland noch mitentscheidend; heute trafen Marchisio und Co auf einen Gegner, der noch besser presste als man selbst. Gute Arbeit gegen den Ball und eine gute Ballsicherheit traten mit zunehmender Spieldauer in den Hintergrund, denn mit dieser zerfiel das italienische Defensivspiel, was aber auch schlicht dem Kontext (Unterzahl, Rückstand) geschuldet war.
Andrea Pirlo: 4
Bei Weitem nicht so dominant wie in den bisherigen K.o.-Spielen. Wurde vor allem von Xavi attackiert, aber auch oft übergeben. Unter Druck nicht so passgenau, wie es das italienische Angriffsspiel erfordert hätte.
Daniele de Rossi: 4,5
Über weite Strecken bester Italiener. Fing viele Pässe ab, verstand es dann oftmals gut, das Spiel zu verlagern und lief Pirlo so den Rang ab. Wären da nicht die Fehler vor den Gegentoren. Offensichtlich vor dem 4:0, als er einen Fehlpass spielte; weniger offensichtlich, aber dennoch vorhanden, vor dem 1:0, als er die Gasse für Iniesta nicht stopfte und vor dem 3:0, als er Xavi nicht angriff.
Riccardo Montolivo: 4
Zunächst mit Problemen, ins Spiel zu finden. Arbeitete zwar wie gegen Deutschland gut gegen den Ball, indem er durch hohen läuferischen Aufwand früh angriff; dies blieb jedoch ohne denselben Effekt wie im Halbfinale, weil Spanien schlicht ballsicherer aufbaute. Starker Pass vor seiner Auswechselung, als er Di Natale bediente. Ansonsten unauffällig.
Mario Balotelli: 4
Wie fast jeder Italiener mit hohem läuferischen Aufwand, der letztlich nichts einbrachte, aber nicht unerwähnt bleiben soll. Diente seinen Hinterleuten als primäre Ansielstation, strahlte durchaus Präsenz aus, was Casillas zumindest einmal verunsicherte. Letztlich verlor er jedoch zu viele Bälle, als dass er wirklich gefährlich werden bzw. einen Mitspieler entscheidend einsetzen konnte.





