Bundesliga
2. Bundesliga
3. Liga
DFB-Pokal
Champions League
Europa League
International
Frauen Bundesliga
Live-Ticker
Ergebnisse
WM-Stand 2026
Termine 2026
Historie
Live-Ticker
Ergebnisse
Weltrangliste
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
BBL-Pokal
Euroleague
NBA
WM
EM
Live-Ticker
Ergebnisse
MLB
NFL
NHL
NBA
Ergebnisse
DEL
NHL
WM
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
Champions League
DHB-Pokal
Live-Ticker
Ergebnisse
WM 2025
EM 2026
Nordische Kombination
Ski Langlauf
Skispringen
Biathlon
Ski Alpin
Ergebnisse
Liveticker
Kalender
Ergebnisse
StatistikSpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
StatistikSpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
ErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
Ligue 1Serie APrimera DivisionPremier LeagueErgebnisseLive-Ticker
Von: Marcus Krämer
Datum: 03. Oktober 2012, 07:57 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
Sport Live-Ticker
Heute finden keine weiteren Live-Ticker-Events statt.
kommende Live-Ticker:
11
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe A
21:00
12
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe A
04:00
Formel 1: GP von Barcelona-Katalonien
13:30
17:00
Fußball: WM 2026 Gruppe B
21:00
13
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe D
03:00
Formel 1: GP von Barcelona-Katalonien
12:30
16:00
Fußball: WM 2026 Gruppe B
21:00
14
Jun
Fußball: WM 2026 Gruppe C
00:00
Fußball: WM 2026 Gruppe D
06:00
Formel 1: GP von Barcelona-Katalonien
15:00
Fußball: WM 2026 Gruppe E
19:00
Fußball: WM 2026 Gruppe F
22:00
 
Sport Ergebnisse
Fussball Ergebnisse
Champions League, Finale
alle Sport-Ergebnisse im Überblick
 
 

BVB zu Gast bei Manchester City: Die taktischen Schlüsselmomente

Borussia Dortmund, Champions League
Der BVB in der Champions League vor dem Spiel gegen Ajax

Es drängt sich der Eindruck auf, der interessanteste Fakt zum Spiel des BVB in Manchester sei Watzkes Kritik am System City. Das stimmt natürlich nicht. sportal.de analysiert die taktischen Trends und sieht dabei durchaus gute Chancen für einen Erfolg der Borussia.

Watzke hatte in einem kicker-Interview die Strukturen beim englischen Meister an den Pranger gestellt, wo die Abu Dhabi United Group, angeführt von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, Millionen in den Club pumpt, um schnell an Europas Spitze zu kommen. "Ich würde ihn noch nicht einmal empfangen", sagte Watzke auf die Frage, was er tun würde, wenn der BVB ein solches Angebot bekäme und gab damit der Unzufriedenheit vieler deutscher Fans neues Futter.

Dabei bietet das Duell zwischen den Citizens und dem BVB in der Hammergruppe D so viele sportliche Themen: War der 1:0-Sieg gegen Ajax Amsterdam zum Auftakt der Gruppenphase der Startschuss zu weiteren internationalen Erfolgen oder nur ein Strohfeuer des Deutschen Meisters? Welches Team bekommt die Gegentor-Flut der laufenden Saison besser in den Griff? Auf welches System setzt City-Trainer Roberto Mancini? Angelehnt an diese Ausgangsfragen nennen wir die Schlüsselfaktoren des Spiels:

BVB: Bekommt Klopp die Konteranfälligkeit in den Griff?

Sowohl die Dortmunder als auch City sind mit der Bilanz von acht Gegentoren nach sechs Ligaspielen alles andere als zufrieden. Beide Teams definierten sich im vergangenen Meisterjahr vor allem über die Defensive, City stellte mit 29 Gegentoren sogar die beste Abwehr der Premier League, der BVB (25) war in dieser Kategorie das drittbeste Team der Bundesliga.

Nun eint die Clubs eine defensive Anfälligkeit, die sich aber unterschiedlich äußert. Beim BVB ist durch den Weggang von Shinji Kagawa und dem Einbau von Neuzugang Marco Reus im gesamten Defensivgebilde ein Ungleichgewicht entstanden, das zuletzt gerade im Umschaltspiel für Probleme gesorgt hat. So fielen bei der 2:3-Niederlage gegen den HSV zwei Tore aus Kontern, beim 3:3 gegen Eintracht Frankfurt traf Stefan Aigner ebenfalls nach einem - zugegebenermaßen auch toll herausgespielten - Konter.

Die Dortmunder Reihen standen in diesen Situationen zu weit auseinander, die offensiven Mittelfeldspieler wurden zu schnell überspielt, der Gegner konnte in die Lücken sprinten und stellte die Viererkette des BVB vor große Probleme. Trainer Jürgen Klopp kritisierte dann im Anschluss auch ausdrücklich das gesamte Defensivverhalten seiner Mannschaft - und die Leistung von Borussia Mönchengladbach beim 5:0-Sieg der Dortmunder gab wenige Aufschlüsse darüber, ob die Fehler wirklich abgestellt sind.

Man City: Bekommt Mancini die defensiven Standards in den Griff?

Auf Seiten von Manchester gibt es im Defensivverhalten ebenfalls eine konkrete Baustelle, die Trainer Roberto Mancini ärgert, die aber schnell einzudämmen ist. City kassierte in der Premier League bereits drei Tore nach Eckbällen, Martin Skrtel (FC Liverpool), Peter Crouch (Stoke City) und Laurent Koscielny (FC Arsenal) nutzten die Konzentrationsschwächen in der Abwehr zu Toren, die City allesamt Punkte kosteten. Nimmt man den direkt verwandelten Freistoß von Luiz Suarez beim 2:2 gegen Liverpool hinzu, fielen sogar vier Gegentore aus Standardsituationen.

Aus taktischer Sicht gibt es in dieser Frage wenig zu erklären, das ist in der Regel eine Konzentrationsfrage. Bei Crouchs und Koscielny Treffern waren die City-Verteidiger sogar zuerst am Ball, konnten aber nicht entschieden genug klären und so gab es Gegentore im Nachsetzen. Eine besondere Chance für die Dortmunder Innenverteidiger Neven Subotic und Mats Hummels, die in der Bundesliga beide schon nach Ecken erfolgreich waren.

Man City: Zwei Stürmer als Chance - aber welche?

Anders als die meisten Bundesligisten spielt Man City in der Regel mit zwei Stürmern. Die Auswahl ist mit Sergio Aguero, Carlos Tevez, Mario Balotelli und Edin Dzeko herausragend, bisher wechselte Trainer Mancini munter durch und so darf man gespannt sein, welchem Duo der Italiener vertrauen wird.

Ziemlich sicher wird der in der vergangenen Saison noch in Ungnade gefallene Tevez dabei sein, denn Mancini will auf die Laufstärke und die defensiven Qualitäten des Argentiniers nicht verzichten. Dzeko war zuletzt zwar treffsicher, gilt in der Hierarchie aber als Stürmer Nummer drei, weil sich Balotelli durch nächtliche Aktivitäten den Unmut seines Trainers zuzog. Bleibt noch Aguero, der nach einer Verletzung gerade erst zurückgekehrt und noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

In jedem Fall müssen die beiden Start-Angreifer ihrer Rolle sowohl offensiv als auch defensiv gerecht werden. Subotic und Hummels sind es nicht gewohnt, gegen zwei Stürmer zu spielen und Hummels offenbarte schon im EM-Halbfinale gegen Italien Probleme gegen dieses System (das könnte für Balotelli in der Startelf sprechen). Zudem wird auch Mancini wissen, dass Hummels im Dortmunder Spielaufbau eine Schlüsselrolle zukommt, die er ob der "Manndeckung" der gegnerischen Stürmer zuletzt aber nur selten ausfüllen durfte. Deshalb steigt die Bedeutung eines anderen BVB-Spielers:

BVB: Gündogan muss den Rhythmus bestimmen

In der öffentlichen Wahrnehmung untergegangen ist die Tatsache, dass bei den Schwarz-Gelben in den beiden Spielen mit sechs Gegentoren ein Spieler krank aussetzen musste, der immer mehr zum Schlüsselspieler im Dortmunder Gefüge wird: Ilkay Gündogan. Der Nationalspieler spielt zwar den offensiveren, weil spielbestimmenden Part der Doppelsechs, steht aber häufig tiefer als Nebenmann Sebastian Kehl.

Diese Variante könnte auch gegen Man City zum Tragen kommen: Wenn sich Subotic und Hummels bei eigenem Ballbesitz weit auseinander bewegen, um die beiden Stürmer mit rauszuziehen - was auch Einfluss auf die Position der Außenverteidiger Marcel Schmelzer und Lukasz Piszczek hat - lässt sich Gündogan fallen und wird so zur ersten Anspielstation. Gündogan muss den Ball dann ins Mittelfeld tragen oder mit langen Diagonalbällen den Rhythmus bestimmen.

Man City: Dreier- oder Viererkette?

Im Meisterjahr ließ Mancini stets mit Viererkette spielen, die taktische Variante war die Wahl zwischen einem 4-2-3-1 oder einem 4-2-2-2. Der Trainer ist aber nun mal Italiener und so will er sein Team in dieser Saison taktisch weiterbilden, um noch besser reagieren oder sich auf die speziellen Gegebenheiten eines Spiels einstellen zu können.

So ließ Mancini in der Vorbereitung eine Dreierkette einüben, die er im Community Shield gegen den FC Chelsea erproben ließ und auch in der Premier League gegen Liverpool einsetzte. In der Serie A erlebt die Dreierkette schon länger eine Renaissance, bei der EM spielte Italien teilweise in dieser Formation. Mancini will so ein Übergewicht im Mittelfeld herstellen und die Stärken von Spielern wie Samir Nasri, Aleksandr Kolarov oder David Silva herausstellen und damit die Abhängigkeit von den Stürmern zu minimieren.

In England sorgen die Experimente für kontroverse Diskussionen, trotzdem könnte es gut sein, dass Mancini auch gegen den BVB auf Dreierkette umstellt, weil er die Stärken der Dortmunder gerade im Mittelfeld sieht und dort Überzahl schaffen möchte.

BVB: Die richtigen Räume nutzen

Für sportal.de liegt hier aber genau die Gefahr für die Gastgeber. Die Dortmunder tun sich derzeit zwar tatsächlich gegen kompakte Teams schwer, die schnell Zugriff auf den Gegner bekommen, aber die Analyse der beiden City-Spiele mit Dreierkette hat gezeigt, dass die defensive Ordnung verloren gehen kann.

Abwehrorganisator Vincent Kompany muss dafür sorgen, dass die in den letzten Partien defensiv nicht so gut stehenden Außenspieler konsequent mitmachen, denn der BVB kann sowohl mit den hoch stehenden Außenverteidigern Schmelzer und Piszczek als auch mit Marco Reus und Kuba Blaszczykowski die entstehenden Räume perfekt nutzen. Gündogans (oder Hummels) Diagonalbälle können City große Probleme bereiten.

Prognose

Beide Teams sind von der Meisterform des letzten Jahres entfernt, der BVB konnte die Selbstzweifel mit dem 5:0-Erfolg gegen Gladbach aber rechtzeitig zerstreuen. Taktisch scheint die Borussia aber im Vorteil zu sein, auch wenn die bisherige Auswärtsschwäche gegen den BVB spricht. Trotzdem glaubt sportal.de an einen Punktgewinn für Schwarz-Gelb.