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Reus war aus Gladbach gekommen, muss sich an die andere, viel laufintensivere Spielweise von Dortmund erst noch gewöhnen, Götze hatte die gesamte Rückrunde verletzt pausiert und findet in neuer, zentraler Rolle erst langsam zurück in die Mannschaft. Daher sind beide noch nicht bei 100 Prozent, wie ohnehin die ganze Mannschaft. Daher häufen sich im Aufbauspiel derzeit die Ballverluste, die gut organisierte Gegner wie Eintracht Frankfurt gestern mit Tempo, präzisen Laufwegen und exakten Pässen und Flanken zu gefährlichen Angriffen nutzen können und Borussia Dortmund sozusagen mit den eigenen Waffen schlagen.
Dass Klopp zusätzlich auf den Außen experimentiert und rotieren lässt, ist der Kompaktheit derzeit ebenfalls abträglich. Linksverteidiger Marcel Schmelzer gerät defensiv deutlich stärker unter Druck, wenn er nicht wie in der letzten Saison hauptsächlich Kevin Großkreutz vor sich hat, sondern wie gegen Frankfurt den dafür offensiv stärkeren Ivan Perisic. Gegen Hamburg hatte sich der Kroate auf rechts statt Jakub Blaszczykowski vor Lukasz Piszczek versuchen dürfen, was auch dort nicht unbedingt für defensive Stabilität sorgte und worunter letztlich ebenfalls die Innenverteidiger zu leiden hatten.
Borussia Dortmund mit schwerem Programm
Damit die Automatismen beim BVB wieder so greifen können wie noch vor der Sommerpause, braucht Klopp noch etwas Zeit. Doch wieviel Zeit hat er? Schließlich liegt Bayern München, derzeit in hervorragender Form, bereits jetzt mit sieben Punkten vor der Borussia. Weitere Punktverluste sollte sich bei Borussia Dortmund in den nächsten Wochen daher in Genzen halten, wenn man nicht weiter an Boden verlieren will. Angesichts der folgenden Gegner Manchester City und Real Madrid in der Champions League sowie Gladbach, Hannover und Schalke in der Bundesliga sicher kein leichtes Unterfangen.
Andererseits heißen die sieben Punkte Vorsprung derzeit noch gar nichts. Auch in der letzten Saison war Dortmund nicht optimal gestartet, hatte nur sieben Punkte aus den ersten sechs Spielen geholt (aktuell acht Zähler aus fünf Spielen), lag zwischenzeitlich acht Punkte hinter den Bayern, holte diese aber noch auf und wurde am Ende souverän mit ebenfalls acht Zählern Vorsprung Meister. Klopp ist sich der derzeitigen Probleme bewusst und auch sicher, diese schnell in den Griff zu bekommen. "Aber wir werden auch das angehen. Wir werden es schaffen, irgendwann weniger oder gar keine Tore mehr zu kassieren", schickte er eine Kampfansage an die nächsten Gegner.





