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Bayer Leverkusen hofft auf Befreiungsschlag im Abstiegsduell

Zu den Kommentaren   |   Quelle: sid
05. Mai 2017, 11:38 Uhr
Tayfun Korkut
Tayfun Korkut steht mit Bayer Leverkusen in Ingolstadt unter großem Druck

Sportdirektor Rudi Völler beschwört den "Existenzkampf", Torjäger Stefan Kießling fordert Charakterstärke im "Drecksspiel", der umstrittene Trainer Tayfun Korkut greift in die psychologische Trickkiste. Die Angst vor dem Absturz ist bei Bayer Leverkusen vor dem wegweisenden Abstiegsduell beim FC Ingolstadt am Samstag (15.30 Uhr im LIVETICKER) allgegenwärtig.

Drei Spieltage vor Saisonende ist die sportliche Lage des vermeintlichen Champions-League-Kandidaten und Bayern-Jägers bedrohlich, der Abstieg bei nur noch drei Punkten Vorsprung auf den Hamburger SV auf dem Relegationsplatz 16 ein nicht auszuschließendes Schreckensszenario.

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Unter dem Bayer-Kreuz macht sich Nervosität breit. "Es geht um die Existenz. Wir reden von Abstiegskampf", sagte Völler den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Der Druck ist natürlich enorm. Aber dem stellen wir uns. Verstecken gilt nicht."

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Seit vier Spielen wartet die Werkself auf einen Sieg, die noch vor Wochen gehegte Hoffnung auf eine erneute Europapokal-Qualifikation hat sich nach zum Teil desolaten Leistungen wie beim 1:4 gegen Schalke 04 längst zerschlagen. In Ingolstadt und den folgenden Spielen gegen den Lokalrivalen 1. FC Köln und bei Hertha BSC geht es für Bayer am Ende einer völlig verkorksten Saison nur noch um eines: Schadensbegrenzung.

Korkut, der nur sechs Punkte aus acht Bundesliga-Spielen mit den Rheinländern holte, griff deshalb zu einer besonderen Maßnahme. Bereits am Donnerstagnachmittag reiste das Team nach München, um sich "geschlossen einzustimmen", um "Gespräche zu führen und bestens vorbereitet ins Spiel zu gehen".

'Ein Drecksspiel'

Der krisenerprobte Coach versuchte dabei, sein Team auf den ungewohnten Abstiegskampf einzustimmen. "Wir müssen den Kampf annehmen, voll dagegen halten und uns wehren", forderte Korkut. Ähnlich äußerte sich Torjäger Stefan Kießling: "Das wird ein Drecksspiel werden, da wird um jeden Zentimeter gefightet."

Fehlen wird dabei allerdings Nationalspieler Julian Brandt, der mit muskulären Problemen ausfällt, immerhin aber auch in der kommenden Saison eine Option in der Offensive sein wird. Der 21-Jährige schloss einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister Bayern München zumindest für diesen Sommer in einem Focus-Interview aus.

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Fraglich für das Spiel in Ingolstadt sind auch die angeschlagenen Innenverteidiger Jonathan Tah und Ömer Toprak. "Wir werden sehen, ob wir es schaffen, einen oder beide bis Samstag fit zu kriegen", sagte Korkut.

Mit dem Rücken zur Wand steht derweil der Tabellen-17. FC Ingolstadt. Nur ein Sieg hielte die geringe Chance auf den Klassenerhalt am Leben. "Uns hat keiner mehr auf der Rechnung. Wir kennen die Konstellation und wissen, um was es geht", sagte FCI-Coach Maik Walpurgis: "Wir können mit einem Dreier ein klares Zeichen an die Konkurrenz senden."

Damit war auch Bayer Leverkusen gemeint.