Miami Heat sind Champion, LeBron James hat seinen ersten Ring und die Offseason steht bevor. Aber warum war die Finalserie denn jetzt so einseitig? Der Basket Case beschäftigt sich mit den wichtigsten Fragen und gibt eine vage Zukunftsprognose ab.
Die NBA-Saison ist vorbei, und am Ende muss man sagen: Mit den Miami Heat hat das beste Team mit den besten Spielern verdient gewonnen. Ein doch zu unerfahrenes Team aus Oklahoma konnte Miami in den Finalspielen zu wenig entgegensetzen, und so darf sich mit Lebron James der wohl beste Basketballer dieser Generation endlich auch einen Meisterschaftsring anziehen.
Doch warum war die Finalserie, die mit einem deutlichen 4:1 für die Heat endete, so einseitig? Lag es wirklich nur an James? Waren die Thunder doch noch zu jung für einen Triumph? Oder war Erik Spoelstra im Vergleich zu Thunder-Coach Scott Brooks doch der bessere Trainer?
Die Superstars James vs Durant
Bis auf eine Ausnahme in Spiel vier war das große Duell der Finals das zwischen LeBron James und Kevin Durant. Bei der Wahl zum MVP der regulären Saison hatte James die Nase vorne gehabt, und in den Finals bewies er eindrucksvoll, warum. Dabei ging es weniger um die ihm in den letzten Jahren immer wieder nachgesagten Schwächen in den letzten Minuten von Spielen. Denn zumeist musste er in der Crunchtime gar nicht mehr viel zeigen, nachdem er die Spiele immer wieder von Beginn an dominiert hatte.
Das entscheidende Spiel fünf war das beste Beispiel für seine Klasse. Nachdem er in Spiel vier noch knapp an einem Triple-Double vorbeigeschrammt war, zeigte er mit 26 Punkten, 13 Assists und 11 Rebounds sein komplettes Repertoire und dominierte das Spiel in jeder Phase. Damit ist James erst der fünfte Spieler in einer Reihe mit illustren Namen wie Larry Bird, Magic Johnson, James Worthy und Tim Duncan dem ein solches Kunststück in einem entscheidenden Finalspiel gelang. Vor allem sein Zug zum Korb ist selbst für gute Verteidiger wie Serge Ibaka in der Zone der Thunder kaum aufzuhalten, und wird er gedoppelt oder gar von drei Gegenspielern gedeckt, hat er zumeist den Blick für den frei stehenden Mann. Auf diese Art und Weise kann ein Team wie Miami sogar kompensieren, wenn der zweitbeste Spieler, in diesem Fall Dwyane Wade, eine eher schwächere Serie spielt wie ja bereits gegen die Boston Celtics in der Runde zuvor zu beobachten war.





