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Sollte der Niederländer dennoch zurück zum HSV wechseln, könnte er tatsächlich für eine Kehrtwende sorgen. Und zwar nicht auf dem Platz, sondern vor allem im Umfeld.
Fans und Medien sorgen in Hamburg für ein schwieriges Umfeld - Himmel und Hölle liegen stets eng beieinander.
Van der Vaart könnte der Mannschaft neue Sympathien verschaffen und die komplette Stimmung im Umfeld verändern. Er wäre eine Persönlichkeit, mit der die Hamburger viele positive Erinnerungen teilen. Er könnte Ruhe in das Umfeld bringen, die Rolle eines Heilsbringers wäre aber auch für ihn zu groß.
Taktisch würde Thorsten Fink mit Van der Vaart ganz sicher neue Perspektiven dazugewinnen. Ein 4-2-3-1 mit Badelj und Jiracek auf der Sechs und VdV zentral davor würde sicher nicht nur dem Trainer gefallen. Fink selbst mag an einen Transfer allerdings nicht ernsthaft glauben. "Ich glaube nicht, dass es finanziell machbar ist", sagte er.
Auf ins Gefecht - Die Offensive
Alle Probleme würde aber selbst dieses Szenario nicht lösen, denn der Sturm bliebe auch dann nur ein laues Lüftchen, zumindest wenn sich die ersten Eindrücke dauerhaft bestätigen. Marcus Berg versucht schon seit Jahren vergeblich, seine hohe Ablöse von einst fast zehn Millionen Euro zu rechtfertigen und Neuzugang Artjoms Rudnevs blieb bisher auch den Beweis schuldig, die Angriffsprobleme des HSV zeitnah lösen zu können. Auch Beister und Son können im Sturm auflaufen, haben ihre Stärken aber eher in einer zurückgezogenen Position und nicht im Sturmzentrum.
Laut blick.ch fahndet der HSV offenbar in Basel noch nach Verstärkungen. Thorsten Fink ist der 19-jährige Kwang-Ryong Pak wohl aus seiner Zeit als Trainer in Erinnerung geblieben. Ob der junge Stürmer sich aber in der Bundesliga durchsetzen und dem HSV schnell helfen könnte, ist zu bezweifeln. In der Schweiz erzielte er in 13 Partien nur ein Tor. Uwe Seelers Wunsch bleibt also dahingehend doch unerfüllt.
Die Fahrt geht los - Ziel: Klassenerhalt
Alles in allem sollten die beiden Neuzugänge Jiracek und Badelj aber durchaus in der Lage sein, den HSV qualitativ nach vorne zu bringen. Die HSV-Anhänger dürften sich schon jetzt über die Aussage Jiraceks freuen, dass er den Fußball, seine Arbeit, sehr ernst nimmt. Denn das Gefühl hatte man bei der aktuellen Mannschaft in den vergangenen Tagen nicht immer.
Möglicherweise reichen diese Transfers unabhängig von Rafael van der Vaart, um bei dem vermeintlich sinkenden Schiff des HSV doch noch vor der Ausfahrt aus dem Erstliga-Hafen die nötigen Reparaturen geschafft zu haben und für die Schlacht um den Klassenerhalt gewappnet sein. Sollte das gelingen, stünde in Zukunft mit Hakan Calhanoglu sogar eine Alternative für das offensive Mittelfeld zur Verfügung, für die Investor Kühne keinen Euro berappen müsste.





