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In Wimbledon aber besiegte er Djokovic im Halbfinale und legte damit den Grundstein zum Titelgewinn. Es war ein überzeugender Sieg und es war ein Triumph mit immenser Reichweite: Durch den Wimbledon-Sieg übernimmt Federer erstmals seit über zwei Jahren wieder die Spitze in der Weltrangliste. Viele hatten "King Roger schon abgeschrieben - nun ist er zurück.
Und da die Top-Stars in den kommenden Wochen nicht spielen, bleibt Roger noch einige Wochen ganz oben. Ein nicht ganz unwichtiger Aspekt. Bisher führte Federer das Ranking 285 Wochen lang an, genau eine weniger als Spitzenreiter Pete Sampras. Nun wird der Schweizer auch diesen Rekord übernehmen.
Mit der Schwester gleichgezogen: Mit einem Dreisatz-Sieg im Finale gegen Agnieszka Radwanska hat Serena Williams zum fünften Mal in Wimbledon gewonnen - und damit genau so oft wie ihre Schwester Venus. Die Leistung der US-Amerikanerin in London war beeindruckend - und auch ein Stück weit überraschend, war Williams doch zuletzt bei den French Open noch überraschend in der ersten Runde gescheitert.
Diese Profis enttäuschten
Es war die größte Sensation eines um Sensationen nicht armen Turniers: Der Weltranglistenzweite Rafael Nadal scheiterte in der zweite Runde. Und das gegen Lukas Rosol, die Nummer 100 der Welt. Ein Spieler, der zuvor in seiner Karriere, Rosol ist 26 Jahre alt, 19 Partien auf der ATP-Tour gewonnen hatte.
Fünf ihrer sieben Grand-Slam-Titel holte Venus Williams in Wimbledon. Sie ist einer der größten Spielerinnen aller Zeiten. Doch die 32-Jährige leidet am Sjögren-Syndrom, ihr Körper ist offenbar zu schwach, um auf Dauer Spitzensport zuzulassen. Warum sich Williams weiter quält, ist unklar. Es tut einem weh, ihr dabei zuzusehen.
Viele dachten, Tommy Haas kann noch einmal an seine großen Tage anknüpfen. Er kann es offenbar nicht. Der Altmeister scheiterte in Runde eins an Philipp Kohlschreiber, vergab einen Satzvorsprung. Für Grand-Slam-Turniere scheint der Körper doch (noch) nicht (mehr) fit genug zu sein.
Das werden wir nicht vergessen
Dass die deutschen Frauen Tennis spielen können, zumindest wenn man dies so definiert, dass man dabei auch mal etwas gewinnt, wusste man schon länger. Doch die Herren können es scheinbar auch. Mit Kohlschreiber, Mayer, Kerber und Lisicki erreichten vier Deutsche das Viertelfinale von Wimbledon.Das gab es noch nie bei einem Grand-Slam-Turnier. Eine Wiederholung ist unwahrscheinlich. Mayer und Kohlschreiber profitierten vor allem von ihren ziemlich leichten Gegnern. Aber wenn Andrea Petkovic wieder fit ist, geht ja vielleicht doch was.





