Angelique Kerber darf den exklusiven Umkleidebereich der Top 16-Spielerinnen - inklusive Badewanne - in Wimbledon noch länger genießen. Durch einen lockeren 7:5, 6:3-Sieg über Ekaterina Makarova buchte sie ihr Ticket für die dritte Runde des Rasen-Grand Slams. Dorthin folgte ihr kurze Zeit später auch Julia Görges.
Wenn man in Wimbledon zu den 16 topgesetzten Spielerinnen gehört, hat man exklusiven Zutritt zu einem der wohl exklusivsten Wellness Bereiche im Tenniszirkus. "Da gibt es sogar eine Badewanne", berichtete Angelique Kerber über ihre ersten Eindrücke von den Umkleidekabinen aus dem Allerheiligsten des All England Lawn Tennis and Croquet Club.
Dass sich die Deutsche des luxuriösen Ambientes noch länger wird erfreuen dürfen, dafür legte sie mit ihrem souveränen 7:5, 6:3-Sieg über Ekaterina Makarova den Grundstein, bei dem sie letztlich nur zu Beginn ein paar kleine Probleme hatte. "Geiles Match! Das hätte auch ein Viertelfinale sein können", lobte fed Cup-Chefin Barbara Rittner.
Nach einem frühen Aufschlagverlust hatte Kerber zunächst bis zum 3:5 einem Rückstand hinterherlaufen müssen. Doch als die vorher sehr souverän agierende Makarova zum Satzgewinn aufschlug, war Kerber zur Stelle. Plötzlich war die anfängliche Nervosität verflogen. Just in diesem Moment konnte sie ihr bestes Tennis abrufen, schaffte das Rebreak und drehte das Match. "Komm jetzt, come on!", motivierte sie sich zweisprachig.
Im achten Spiel platzt bei Kerber der Knoten
Im zweiten Satz servierte sie ohne jeglichen Makel, musste während des gesamten Durchgangs gerade einmal zwei Punkte bei eigenem Aufschlag hinnehmen und schnupperte mehrfach bei Aufschlag Makarovas am Break. Nach einigen vergebenen Versuchen platzte im achten Spiel dann endlich der Knoten. Nach dem ersten Break zog Kerber auf 5:3 davon und hatte dann keine Mühe nach 1:29 Stunden Spielzeit auf dem sonnenüberfluteten Court Nummer 18 ihren ersten Matchball zu verwandeln.
Durch den Drittrundeneinzug stellte sie ihr bestes Karriereresultat beim wichtigsten Rasentennisturnier der Welt aus dem Jahr 2010 ein. Auch ins nächste Match geht die US-Open-Halbfinalistin als Favoritin: Die Fed-Cup-Spielerin trifft auf die an Nummer 28 gesetzte Amerikanerin Christina McHale. Doch vorher hätte sie sich definitiv ein Entspannungsbad im luxuriösen Wellnessbereich der Anlage verdient.
Görges folgt in Runde drei - Becker scheidet aus
Julia Görges hat ebenfalls die dritte Runde erreicht, muss als an Nummer 22 gesetzte Spielerin aber auf die Annehmlichkeiten und luxuriösen Ausstattungen verzichten. In ihrem Match bezwang sie die Weißrussin Anastasiya Yakimova mit 7:6 (7:3), 6:2. Nur im ersten Satz schaffte es Yakimova, das Match offen zu halten und einen Tie-Break zu erzwingen.
Dort war Görges dann schnell mit 5:0 in Führung gegangen und ließ sich diesen Vorteil auch nicht mehr nehmen. Die Deutsche machte zwar zu viele Fehler, konnte dies im zweiten Durchgang jedoch teilweise abstellen. Allerdings brachte keine der beiden Spielerinnen in den ersten vier Spielen den eigenen Aufschlag durch.
Als Görges sich dann aber doch das 3:2 holte und im sechsten Spiel ihr Service hielt, war die Vorentscheidung gefallen. Nicht so gut lief es hingegen für Benjamin Becker, der die am Vortag wegen Dunkelheit unterbrochene Partie gegen den Tschechen Radek Stepanek mit 2:6, 6:7 (4:7), 3:6 verlor.
