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Ändert Holland seine Identität?
Vor dem Spiel der Deutschen gegen die Niederlande gab es einige gehässige Frotzeleien. Ein Bild mit einem Käse "Made in Holland und einer Käsereibe "Made in Germany machte die Runde. Nach dem Spiel schien sich das Bild bewahrheitet zu haben. Die Niederländer zerrieben sich an der soliden deutschen Defensivarbeit in Abwehr und Mittelfeld. Dabei sehen die Holländer ihr Team als überragendes Offensivgebilde.
In den ersten zwei Partien der EM sprangen dabei auch immerhin 41 Schüsse in Richtung Tor heraus, allerdings nur 14 davon auf das Tor der Gegner. Zum Vergleich: Deutschland kreierte in zwei Spielen nur 24 Chancen, aber immerhin dreizehn Schüsse gingen davon auch auf des Gegners Tor (Quelle: Soccernet). Da ist doch etwas faul im Staate Niederlande.
Nun empfiehlt die holländische Taktikseite catenaccio.nl dem eigenen Team eine ultradefensive Aufstellung. Mit Kritik wird dabei nicht gespart. "Wir wollen offensiv, gepflegt und dominant spielen, heißt es dort, es werde immer noch eine Art "Totaal Voetbal der vergangenen Zeiten angestrebt. Der Fußball sei auf Ballbesitz, überlegenem Passspiel und Dominanz angelegt.
Hier stehen wohl vor allem der Spielaufbau und die gesamte Defensivabteilung in der Kritik. Mark van Bommel, Nigel de Jong und Joris Mathijsen gehören wohl nicht zu den modernen Ballverarbeitern und sind im Spielaufbau limitiert. Nun empfehlen die Taktikgurus "endlich aus der Traumwelt aufzuwachen und sich ein Beispiel an Portugal zu nehmen, die durch eine gut gestaffelte Defensive bei der EM auch gegen Deutschland - überzeugen konnten. Man solle mit fünf defensiv orientierten Spielern antreten und dann durch schnelle Konter zum Erfolg kommen.





