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Von: Marcus Krämer
Datum: 05. Juli 2012, 07:52 Uhr
Format: Artikel
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5. (vorher nicht in der Liste): John Terry (England/FC Chelsea)

(Seite 2 von 3)

Ebenfalls weichen mussten Adil Rami, Philipp Lahm und Lukasz Piszczek. Rami spielte ein solides Turnier mit Frankreich, mehr aber auch nicht. Lahm war einfach nicht konstant genug und war direkt an der Niederlage gegen Italien beteiligt. Und Piszczek konnte zu keinem Zeitpunkt an seine starke Saison beim BVB anknüpfen. Deshalb ist die Liste ordentlich durcheinander gewirbelt:

5. (vorher nicht in der Liste): John Terry (England/FC Chelsea)

Das war nach seiner mäßigen, von Verletzungen und der Absetzung als Englands Captain geprägten, Saison so nicht zu erwarten: John Terry spielte ein richtig starkes Turnier, war unumstrittener Abwehrchef der Three Lions. In Erinnerung blieb auch seine spektakuläre Rettungstat hinter der Linie gegen die Ukraine, die die Torrichter-Diskussion wieder in Fahrt brachte.

Terry ging angeschlagen in die EM, zunächst war gar nicht klar, ob er bis zum ersten Gruppenspiel fit werden würde. Doch Terry stellte sich und wurde im Laufe des Turniers immer stärker. Sein bestes Spiel lieferte Terry dann im Viertelfinale gegen Italien, als er vor allem in der Luft nicht zu bezwingen war, wenn der Lohn auch ausblieb.

4. (vorher nicht in der Liste): Mats Hummels (Deutschland/Borussia Dortmund)

Wäre dieser Anfänger-Fehler gegen Antonio Cassano nicht gewesen, Mats Hummels wäre wohl in vielen Teams der EM aufgetaucht. Hummels war so aber direkt am deutschen Ausscheiden beteiligt, Lehrgeld sagen die einen, fehlende internationale Klasse die anderen. Wir glauben an die Einschätzung von ARD-Experte Mehmet Scholl, der schon direkt nach Spiel sagte, Hummels werde diesen Fehler nie wieder begehen.

Trotzdem haben auch wir Hummels wegen des Fehlers abgestuft und nicht in die Top-Elf der Euro 2012 aufgenommen. Der Gesamteindruck vor dem Halbfinale war aber so überragend, dass der Dortmunder trotzdem in dieser Liste auftauchen muss. Als Wackel- und dann Überraschungskandidat in das Turnier gegangen, spielte Hummels wie es sich für einen modernen Innenverteidiger gehört. Hart, aber fair im Zweikampf, stark in der Antizipation der gegnerischen Pässe, selbst passsicher und stark im Spielaufbau. Hummels hätte ein Spieler des Turniers werden können.

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