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Gewertete Turniere: US Open (Halbfinale/900), Tokio (Viertelfinale/225), Peking (1. Runde/5) / Power Ranking-Punkte: 725
Nach der sensationellen Finalteilnahme bei den French Open gehörte Sara Errani zu den großen Aufsteigern der Saison, gute Ergebnisse wurde ihr zunächst aber nur auf Sand zugetraut. Doch Errani hat sich auf allen Plätzen weiterentwickelt, immerhin stand sie auch bei den US Open im Halbfinale. Dieses Match gegen Serena Williams zeigte dann aber, dass es für Errani nicht nach ganz oben und somit auch nicht zum Titel bei den WTA Championships reichen wird. Gegen Williams, Azarenka und Co. fehlt Errani einfach der Druck von der Grundlinie, zudem ist ihr Aufschlag, ganz besonders der zweite, zu schwach für die absolute Weltspitze.
Zudem verletzte sich Errani in Peking am Oberschenkel, Ersatzfrau Sam Stosur sollte sich bereit halten. Das war aber nicht die einzige Negativ-Schlagzeile, in der Erranis Name vorkam. Errani soll in der Tanneis-Akademie in Valencia wie auch David Ferrer, Maria Kirilenko oder Igor Andreev mit dem Arzt Luis Garcia del Moral zusammengearbeitet haben. Wem das jetzt nichts sagt, del Moral gilt als entscheidender Mann in der Doping-Affäre um Lance Armstrong und wurde mittlerweile von der Welt-Doping-Agentur lebenslang gesperrt. "Natürlich bin ich nicht daran interessiert, mit einer Person weiterzuarbeiten, die in solche Dinge involviert ist", sagte Errani laut 20min.ch und ergänzte: "Klar ist das nichts Gutes für mich. Wenn du gewinnst, beginnen die Leute möglicherweise schlecht zu reden." Einen Nachweis von Doping gibt es bei den betroffenen Tennisspielern bisher nicht.
4. Angelique Kerber (GER, 24 Jahre, Weltrangliste: 6)
Gewertete Turniere: US Open (Achtellfinale/280), Tokio (Halbfinale/395), Peking (Viertelfinale/250) / Power Ranking-Punkte: 734
Vor elf Jahres war es Anke Huber als letzte deutsche Spielerin, die es zu den WTA-Championships geschafft hatte - damals allerdings noch als eine von 16 Teilnehmern. Nun also Angelique Kerber, die ihren kometenhaften Aufstieg Ende 2011 in diesem Jahr mit konstant guten Ergebnissen bestätigte. Kerber ist auf der WTA-Tour als Vielspielerin bekannt, wofür sie in den letzten Monaten mit kleineren Blessuren häufiger bezahlen musste. Nach ihrem Ausstieg in Peking nahm sich Kerber aber zwei Wochen Pause und fährt nun ausgeruht nach Istanbul.
Mehr als eine Geheimfavoritin ist Kerber bei den WTA Championships nicht. 19 Mal trat die Deutsche in dieser Saison gegen die anderen aus den Top Acht an, dabei sprangen nur sieben Siege heraus. Trotz ihrer großartigen Fitness schaffte es Kerber in den großen Matches zu selten, ihr komplettes Potential abzurufen. Außerdem muss sie noch ihren Aufschlag verbessern, der ihr in engen Phasen zu selten eine Hilfe ist. Allerdings konnte sie in diesem Jahr nur gegen Angstgegnerin Agnieszka Radwanska gar nicht gewinnen. "Ich fahre dorthin, um zu genießen", sagte Kerber zu ihren Ambitionen in der Sport Bild. "Aber ich will auch das eine oder andere Spiel gewinnen. Ich weiß, dass ich jede Gegnerin schlagen kann, habe das dieses Jahr auch schon gezeigt."





