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Richtig zufrieden konnte Löw mit der Leistung des Trios Kroos-Müller-Lahm sein, welchen Knacks die Pleite hinterlässt, ist aber auch bei den Dreien noch nicht abzusehen. Toni Kroos bestätigte seine starke Form aus den Halbfinalspielen gegen Real Madrid, er war Taktgeber und bereitete die Führung vor. Die erzielte Thomas Müller, der nach schwächeren Wochen, wo er auch immer mal wieder auf der Bank landete, wieder agiler wirkte, mehr rochierte und dadurch mehr Aktionen im Spiel hatte als noch zuletzt. Und um Philipp Lahm muss sich Löw ohnehin keine Sorgen machen, in dieser Partie war er bester Bayern-Spieler.
Bleiben noch Schweinsteiger und Mario Gomez. Und hier dürften die Sorgenfalten von Löw schon wesentlich tiefer werden. Schweinsteiger zeigte über die 120 Minuten eine ordentliche Leistung, von der WM-Form 2010 ist der Co-Kapitän aber noch weit entfernt. Früh kassierte er eine dumme Gelbe Karte, spielte insgesamt unauffälliger als Kroos und er hat in Sachen Schnelligkeit noch erheblichen Nachholbedarf.
Zur Krönung verschoss Schweinsteiger noch den entscheidenden Elfmeter, Löw wird viel Aufbauarbeit leisten müssen, wobei Heynckes nicht an eine lange Trauerphase glaubt: "Bastian hat uns ins Finale geschossen und er wird auch die heutige Enttäuschung wegstecken", sagte Heynckes nach dem Spiel. Das gilt hoffentlich auch für Gomez, der einige Torchancen fahrlässig ausließ und so ebenfalls einen Anteil an der Niederlage hatte. "Wir werden die Jungs wieder aufbauen. Mit uns können sie noch einen Titel gewinnen", gab sich Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff trotz allem zuversichtlich.
3) Ein Finale dahoam ist nicht unfair
Kurz nachdem feststand, dass der FC Bayern das Finale der Champions League im eigenen Stadion wird spielen dürfen, wurde Kritik an dem Vergabe-System der UEFA laut. Der mittlerweile entlassene Liverpool-Coach Kenny Dalglish eröffnete die Diskussion, er hielt die Konstellation für "total unfair" und sprach von einem "riesigen Vorteil für die Bayern".





