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3) Die Systemfrage: Spricht der neue Bayern-Kader für ein 4-4-2?
Seit Louis van Gaal das 4-2-3-1 in München etablierte, haben die Bayern meistens in dieser Formation gespielt, die die starken Flügelspieler vermeintlich ideal zur Geltung bringt. Die Neuzugänge Mario Mandzukic und Claudio Pizarro werfen allerdings die Frage auf, ob ein System mit einer Spitze angesichts dreier hochkarätiger Stürmer noch angestrebt wird - zumal es sich in den Schlüsselspielen der letzten Saison auch nicht unbedingt bewährt hat.
Wenn Gomez im bisherigen System spielte, dann müssten beide offensiven Neuzugänge auf die Bank. Vermutlich würde das dann sogar für alle Neuen gelten, denn weder Xherdan Shaqiri noch Dante dürfen sich eines Stammplatzes sicher sein, geschweige denn Tom Starke, Emre Can oder Mitchell Weiser.
Mit einem 4-4-2 mit hängender Spitze ließen sich Gomez oder Mandzukic gut mit Pizarro kombinieren, der Kroate könnte auch selbst etwas mehr aus der Tiefe kommen. Hält man Franck Ribéry auf links für gesetzt, dann kämen für die rechte Außenbahn mit Arjen Robben, Thomas Müller und Shaqiri gleich drei Spieler in Frage, im zentralen Mittelfeld müssten dann zwei defensiv kompetente Sechser wie Luiz Gustavo, Bastian Schweinsteiger und eventuell Toni Kroos zum Einsatz kommen.
Die Kontrolle über das zentrale Mittelfeld ginge in diesem System möglicherweise etwas verloren - aber die war in der abgelaufenen Saison selten das Problem der Bayern. Dogmatisch kann man solche Systemfragen ohnehin nicht verhandeln. Die Einkaufspolitik der Münchner lässt allerdings eine taktische Umstellung vermuten.





